PROJEKTTAG

Wir bieten drei Projekttage:

1. Alltag und Flucht im geteilten Deutschland

Die Jugendlichen besuchen zwei zentrale Erinnerungsorte der deutschen Teilungsgeschichte – die Gedenkstätte Berliner Mauer und die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Beide Orte eröffnen jeweils spezifische Zugänge zur Thematik. In der Gedenkstätte Berliner Mauer erhält die Gruppe in einer Führung vielfältige Informationen zur Geschichte des Mauerbaus und seinen Folgen. Im anschließenden Gespräch mit einem Zeitzeugen erfragen die Jugendlichen individuelle Alltagserfahrungen im geteilten Deutschland. Auch Gründe und konkrete Anlässe für die Flucht in den Westen werden diskutiert. Die Projektarbeit in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde vertieft und erweitert die angesprochenen Themen. Die Jugendlichen werden in drei Kapitel der Dauerausstellung eingeführt und erarbeiten in selbständiger Recherche eine Präsentation.

Empfohlen ab 14 Jahren

Dauer:
6 Stunden inklusive Mittagspause und S-Bahnfahrt nach Marienfelde
Anmeldung:
Bitte verwenden Sie unser Anmeldeformular

2. Mauerblicke – Spurensuche entlang der Bernauer Straße

Im Mittelpunkt steht die analytische und kreative Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie. Jugendliche erarbeiten sich anhand von Fotos aus Ost und West unterschiedliche Perspektiven auf den Mauerbau (z.B. privat versus öffentlich; DDR versus Bundesrepublik Deutschland). Die Arbeit mit historischen Quellen wird ergänzt durch eine fotografische Spurensuche im einstigen Grenzstreifen in der Bernauer Straße. Sie entwickeln eine eigene Perspektive auf die Geschichte der Teilung und ihre Folgen.

Empfohlen ab 14 Jahren
Dauer:
5 bis 6 Stunden
Anmeldung:
Bitte verwenden Sie unser Anmeldeformular
Kooperationsveranstaltung mit dem Berliner Beauftragten zur Aufarbeitung der
SED-Diktatur (BAB)


3. "…Liquidierung einer Personenschleuse".
Eine gescheiterte Tunnelflucht im geteilten Berlin 1963


Die Jugendlichen lernen zwei Erinnerungsorte kennen: In der Gedenkstätte Berliner Mauer stehen der historische und örtliche Zusammenhang der Tunnelflucht im Mittelpunkt. Die Jugendlichen erleben zuerst eine Führung. Anschließend treffen sie auf einen Zeitzeugen, der als Fluchthelfer am Bau des Tunnels beteiligt war. In der Projektwerkstatt des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR - im "Haus 1" der ehemaligen Stasi-Zentrale in Lichtenberg - arbeiten sie mit überlieferten Stasi-Akten zu der verratenen Flucht.

Empfohlen ab 16 Jahren
Dauer:
7 Stunden inklusive Mittagspause und Transfer nach Lichtenberg
Anmeldung:
Bitte verwenden Sie unser Anmeldeformular
Kooperationsveranstaltung mit dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR