FORTBILDUNG

1. "Alltag und Flucht im geteilten Deutschland"
Lehrer/innen erproben einen Projekttag der Stiftung Berliner Mauer

Die Teilnehmenden erschließen sich zwei zentrale Erinnerungsorte der deutschen Teilungsgeschichte – die Gedenkstätte Berliner Mauer und die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Beide Orte eröffnen jeweils spezifische Zugänge zur Thematik. In der Gedenkstätte Berliner Mauer erhält die Gruppe in einer Führung vielfältige Informationen zur Geschichte des Mauerbaus und seinen Folgen. Im anschließenden Gespräch mit einem Zeitzeugen erfragen die Teilnehmenden individuelle Alltagserfahrungen im geteilten Deutschland. Auch Gründe und konkrete Anlässe für die Flucht in den Westen werden diskutiert. Die Projektarbeit in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde vertieft und erweitert die angesprochenen Themen. Die Teilnehmenden werden in drei Kapitel der Dauerausstellung eingeführt und erarbeiten in selbständiger Recherche eine Präsentation.

Dauer:
6 Stunden inklusive Mittagspause und S-Bahnfahrt nach Marienfelde
Kosten:
5,00 € pro Person, ermäßigt 3,00 €
Anmeldung:
Bitte verwenden Sie unser Anmeldeformular

2. Quellenkritisches Arbeiten
Lehrer/innen erproben ein Seminar der Gedenkstätte Berliner Mauer

Die Teilnehmenden können erproben, wie Jugendliche auf kreative Weise Methodenkompetenz im Umgang mit verschiedenen Quellen lernen. Im Seminar werden in Einzel- und Gruppenarbeit Quellen, aber auch eigene Vorstellungen von der Glaubwürdigkeit historischer Überlieferungen kritisch hinterfragt. Fotos, Zeitungsartikel, Radiomitschnitte, amtliche Dokumente und Zeitzeugenberichte sollen Jugendliche dazu einladen, selbständig die Multiperspektivität von Geschichte anhand dreier spannender Beispiele zu erkunden: Die Flucht des Volkspolizisten Conrad Schumann über den Stacheldraht; der neunjährige Thomas Molitor, der vom Dach eines Wohnhauses ins Sprungtuch der West-Berliner Feuerwehr springt; die Aktivitäten des Studios am Stacheldraht – drei Geschichten um die Bernauer Straße, die verschiedene Quellen aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erzählen.
Dauer:
2 Stunden
Kosten:
5,00 € pro Person, ermäßigt 3,00 €
Anmeldung:
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3. "…Liquidierung einer Personenschleuse".
Eine gescheiterte Tunnelflucht im geteilten Berlin 1963

Lehrer/innen erproben einen Projekttag der Gedenkstätte Berliner Mauer und des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Die Teilnehmenden lernen zwei außerschulische Bildungsorte kennen: In der Gedenkstätte Berliner Mauer stehen der historische und örtliche Zusammenhang der Tunnelflucht im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden erleben zuerst eine Führung. Anschließend treffen sie auf einen Zeitzeugen, der als Fluchthelfer am Bau des Tunnels beteiligt war. In der Projektwerkstatt des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR - im "Haus 1" der ehemaligen Stasi-Zentrale in Lichtenberg - arbeiten sie mit überlieferten Stasi-Akten zu der Flucht. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden Informationen über die Bildungsangebote für Schulklassen in den beiden Einrichtungen.
Dauer:
7 ½ Stunden inklusive Mittagspause und Transfer nach Lichtenberg
Kosten:
5,00 € pro Person, ermäßigt 3,00 € für den Aufenthalt in der Gedenkstätte Berliner Mauer. Der zweite Teil der Fortbildung ist kostenfrei.
Anmeldung:
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