UNBEKANNTE FILMAUFNAHMEN VOM MAUERBAU

Video Fechner: LiesenstrasseFilm 1 (Farbe, 1:08 Min.)
Als Schüler erlebte der Berliner Joachim Fechner den Mauerbau im Wedding. Gemeinsam mit seinem älteren Bruder Wolfgang nahm er im Sommer und Herbst 1961 immer wieder die Filmkamera seines Vaters in die Hand und hielt historische Ereignisse auf Schmalfilm fest. Zwei originale Filmrollen mit zusammengefügten Aufnahmen hat Joachim Fechner der Stiftung Berliner Mauer übergeben, die nun digitalisiert worden sind und erstmals öffentlich präsentiert werden können. Es handelt sich vor allem um Schwarz-Weiß-Filme aus den Jahren 1961 bis 1963 sowie kurze Sequenzen in Farbe.

Video Fechner: Mauerbau am Brandenburger TorFilm 2 (SW, 14:04 Min.)
Diese unbekannten Aufnahmen zeigen den Mauerbau ab August 1961 an der Brunnenstraße, an der Liesenstraße, am Potsdamer Platz und in Kreuzberg. Auch seltene Bilder von den frühen Grenzanlagen in Frohnau sind darin enthalten. Besonders eindrucksvoll sind einige Farbaufnahmen vom 13. August 1961 an der Bernauer Straße und von der Chausseestraße. Unveröffentlichte Filmszenen gibt es zudem von der Konfrontation zwischen amerikanischen und sowjetischen Truppen am Checkpoint Charlie im Oktober 1961. Auch die Vermauerung der Fenster in der Bernauer Straße, die provisorischen Grenzanlagen auf den Hausdächern, die Blicke der West-Berliner Passanten über die noch überschaubare Mauer und seltene Details wie grüßende und winkende Grenzposten sind in den Filmausschnitten festgehalten.

Joachim Fechner hat die Aufnahmen nach Jahrzehnten wiederentdeckt und dem Archiv der Stiftung Berliner Mauer nun als Schenkung für eine dauerhafte Bewahrung überlassen.