BEREICH B: DIE ZERSTÖRUNG DER STADT

Im Bereich B werden die Geschichten der Menschen erzählt, durch die die Bernauer Straße bekannt geworden ist: die Fluchten der Bewohner aus den Grenzhäusern, die sich aus ihren Wohnungen abseilten oder aus dem Fenster in die Sprungtücher der West-Berliner Feuerwehr sprangen. Für diese Themenstation wurden die Keller eines Grenzhauses freigelegt, worin die mit den Häusern und ihren Bewohnern verknüpften Geschichten dokumentiert werden: das Leben an der Grenze vor dem Mauerbau, die Fluchten, die Zwangsaussiedlungen 1961 und der Abriss der Gebäude Mitte der sechziger Jahre.

Die Umrisse der Grenzhäuser sind im Boden nachgezeichnet und mit den Hausnummern versehen, damit Besucher die individuellen Geschichten den verschwundenen Gebäuden zuordnen können. Außerdem sind die unterirdischen Fluchttunnel im Gelände sichtbar markiert.

Eine Themenstation widmet sich der Sperrung der Ackerstraße. Dieser Ort ist eine der ersten Stellen, wo im August 1961 eine Mauer hochgezogen wurde, an der aber auch im Juni 1990 der systematische Rückbau der Mauer begann. Thema der zweiten Station ist die Geschichte der Versöhnungskirche, die seit 1961 verwaist im Grenzstreifen stand und 1985 gesprengt wurde. Der Grundriss der gesprengten Kirche ist ebenfalls nachgezeichnet, Teile des erhaltenen Kirchenfundaments sind in einem archäologischen Fenster sichtbar gemacht worden.

In der letzten Themenstation, direkt neben der dreidimensionalen Nachzeichnung eines Wachturms, werden die verschiedenen Wege dargestellt, auf denen Flüchtlinge seit dem Mauerbau versuchten, durch die und unter den Grenzanlagen nach West-Berlin zu gelangen.


Bereichsflyer B

Lageplan Bereich B

Gedenkstätte Berliner Mauer, Bereich B
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