BEREICH C: DER BAU DER MAUER

Im Bereich C greift die Ausstellung zwei unterschiedliche Themen auf. An der ersten Themenstation wird der Mauerbau als Prozess verständlich, der im August 1961 begann und erst im November 1989 endete. Bis dahin wurden die Grenzanlagen ununterbrochen aus- und umgebaut, weil die Flüchtlinge immer neue Wege und Möglichkeiten fanden, um die DDR in Richtung Westen zu verlassen. Hierbei waren drei Mechanismen ausschlaggebend: Erstens wurde der Ausbau seit Mitte der sechziger Jahre in zwei Etappen systematisch geplant und vorangetrieben, zweitens wurde jede Flucht analysiert und zog weitere Ausbauten nach sich und drittens forderten die örtlichen Grenzoffiziere, die für jede Flucht zur Verantwortung gezogen wurden, einen kleinteiligen lokalen Ausbau der Sperren an der Mauer. Ein archäologisches Fenster zeigt Reste der seit 1983 abgebrochenen Fahrzeugsperren.

An der zweiten Themenstation wird die Überwachung des "Grenzvorfeldes", also des unmittelbar vor der Mauer in Ost-Berlin gelegenen Bereichs thematisiert. Hierzu gehört einerseits die Überwachung der Bewohner im Grenzgebiet, andererseits aber auch die Beteiligung Vieler am Grenzregime, sei es in einer Tätigkeit für die zivile Verwaltung, als Zuträger für das MfS oder als freiwilliger Helfer der Volkspolizei oder der Grenztruppen. Es wird deutlich, dass die DDR und ihr Grenzregime nicht nur durch Repression Bestand hatten, sondern durch diese teilweise erzwungene Mitwirkung auch integrative Wirkungen entfalteten.

Bereichsflyer C

Lageplan Bereich C

Gedenkstätte Berliner Mauer, Bereich C
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