DER WEIßE STRICH

Dieses Projekt verbindet die Geschichte von jugendlichem Aufbegehren und Opposition in der DDR mit der Geschichte von Protesten gegen die Mauer von West-Berlin aus. Es widmet sich diesen Themen am Beispiel einer Gruppe junger Männer aus Weimar, die sich mit den Zuständen in der DDR nicht abfinden mochten und in den achtziger Jahren entweder durch Ausbürgerung – zum Teil nach Inhaftierung – oder Ausreise nach West-Berlin kamen. Dort versuchten sie mit einer Kunstaktion gegen die Mauer zu protestieren und auf die in West-Berlin fortgeschrittene Gewöhnung an sie hinzuweisen. Einer von ihnen wurde dabei erneut verhaftet und in Bautzen inhaftiert.

Das Projekt wurde bearbeitet von Frank Willmann, einem der damaligen Aktivisten, und Anne Hahn. Es wurde gemeinsam mit der Gedenkstätte Bautzen durchgeführt und von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert. Im Frühjahr 2011 wurde es mit einer Buchpublikation abgeschlossen. Seit 2011 tourt eine von der Gedenkstätte Bautzen organisierte Wanderausstellung zum „Weißen Strich“ durch die Bundesrepublik. Sie kann von Schulen, Jugend- und Bildungseinrichtungen bei der Gedenkstätte Bautzen gebucht werden.