ANKOMMEN - UND DANN?

Integration in der Erfahrung von Migrantinnen und Migranten

Podiumsdiskussion zur aktuellen Dimension von Migration und
Integration in Berlin


Jede Flüchtlingsdebatte fragt nach den Möglichkeiten der Integration. Diese werden zum einen auf einer abstrakten Ebene diskutiert - oder auf einer praktischen, die vor allem die Bereiche Wohnen, Arbeit und Sozialabsicherung umfasst. Da Flüchtlinge aber immer erst dann zum Thema werden, wenn es viele sind, dreht sich die Debatte häufig um die Frage der Machbarkeit. Was aber heißt Integration? Wie kann sie aussehen? Wie soll sie aussehen? Was erhoffen sich die Gekommenen von ihrer neuen Umgebung - und auf welche Bilder und Befürchtungen stoßen sie in der Ankunftsgesellschaft? Neben Presseberichterstattung, politischen Debatten und praktischer Hilfe mehren sich künstlerische und bildungspolitische Projekte, um die Anonymität in der Flüchtlingsdebatte aufzubrechen und Einzelschicksale nachvollziehen zu können.

Diesen Befund nahm die Stiftung Berliner Mauer zum Anlass, die verschiedenen Positionen zusammenzurufen. Unter der Moderation der Journalistin und Historikerin Jacqueline Boysen diskutierten auf dem Podium:

Maja Lasić, MdA von Berlin, kam als Jugendliche aus dem bosnischen Bürgerkrieg nach Deutschland. Sie erzählte aus ihrer Erfahrung, sich in Deutschland einzufinden.

Anas Sharaf Aldeen kam vor zwei Jahren als erfolgreicher Bauingenieur aus Syrien nach Berlin. Er erzählte von seiner Flucht, aber auch von den Schwierigkeiten, die ihm auf dem deutschen Arbeitsmarkt begegnen.

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Andreas Germershausen nahm als Beauftragter des Berliner Senats für Integration und Migration an der Diskussion teil und stellte den Erwartungen der Zugewanderten seine Erfahrungen aus der deutschen Integrationspolitik entgegnen.

Frauke Miera und Lorraine Bluche haben als Ausstellungsmacherinnen in Berlin unterschiedliche Erfahrungen mit Projekten, in denen sie auch Migrant/innen miteinbezogen haben. Sie berichten, wie sie Zugewanderte auffordern, ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen.

Es entspann sich eine lebhafte Diskussion, die die Vielfältigkeit der Aufgaben widerspiegelte.

Podiumsdiskussion - Flyer