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DONNERSTAG, 7. JANUAR 2016
KNAPP EINE MILLION BESUCHERINNEN UND BESUCHER 2015. ERFOLGSGESCHICHTE DER STIFTUNG BERLINER MAUER HÄLT AN

Berlin, 7. Januar 2016 – Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, zieht für 2015 eine positive Jahresbilanz für die Gedenkstätte Berliner Mauer und die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde:
„Erinnern und Gedenken – das heißt für uns jeden Tag aufs Neue die Bedeutung von Demokratie zu vermitteln. In den letzten fünf Jahren haben sich unsere Besucherzahlen auf jetzt knapp eine Millionen Besucher verdoppelt. Mit mehr als 950.000 Besucherinnen und Besuchern im Jahr 2015 zählt die Gedenkstätte Berliner Mauer zu den meistbesuchten Gedenkorten und beliebtesten Touristenattraktionen der Hauptstadt. Im Durchschnitt kamen mehr als 2.600 Menschen pro Tag an unsere historischen Orte. Diese Zahlen zeigen, wie groß das Interesse an den Themen Demokratie und Diktatur, Menschenrechte und Freiheit ist. Neben dem großen Zuspruch für die neue Dauerausstellung in der Bernauer Straße ist für uns der Anstieg bei den Führungen besonders erfreulich: Für das vergangene Jahr konnten wir mit 3.232 Führungen einen Anstieg von 12,1% verzeichnen (2014: 2.840 Führungen). Davon erfolgten 726 in englischer bzw. französischer Sprache (2014: 583).“

Gedenkort für alle Altersgruppen

Die Ergebnisse der Besucherforschung zeigen, dass die Gedenkstätte Berliner Mauer als zentraler Erinnerungsort an die deutsche Teilung Touristen aus dem In- und Ausland, aus West und Ost, Jung wie Alt begeistert: Etwa 59% der Besucherinnen und Besucher kommen aus Deutschland (davon 84% aus Westdeutschland, ohne Berlin). Insgesamt 27% der internationalen Touristen sind aus Westeuropa; 4% aus Osteuropa. Ihr Durchschnittsalter liegt bei 45 Jahren. Die Altersgruppe der 20- bis 29-Jährigen stellt mit 21% den größten Anteil der Besucherinnen und Besucher.

12.000 Besucherinnen und Besucher in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde

Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde verzeichnete einen konstanten Besucherzuspruch: Im vergangenen Jahr besuchten etwa 12.000 Interessierte die Ausstellung mit dem Themenschwerpunkt Flucht und Ausreise aus der DDR.

Grenzen und ihre Opfer sind das zentrale Thema für 2016

Angesichts des 55. Jahrestages des Mauerbaus werden 2016 Grenzen und ihre Opfer im Fokus des Programms der Gedenkstätte Berliner Mauer stehen. Die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde wird sich besonders den Themen Ankunft und Integration widmen. Die Erinnerungsstätte in Marienfelde liegt direkt am Eingang zum Übergangswohnheim Marienfelde. Dort werden jeden Monat neue Flüchtlinge aufgenommen. „Um unsere, vornehmlich jungen, Besucherinnen und Besucher zu erreichen, ist es unsere Aufgabe, unsere historischen Themen stets zu aktualisieren und verständlich aufzuarbeiten. Denn kritischer Verstand, Rationalität und das Wissen um den Wert der Freiheit sind die mentale Ausrüstung für die Demokratie“, so Klausmeier.
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Pressekontakt: Hannah Berger | Stiftung Berliner Mauer
Bernauer Straße 119 | 13355 Berlin
Tel. 030 / 467 9866 61 | E-Mail an die Pressestelle

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