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DONNERSTAG, 28. JULI 2016
ROGGENERNTE AN DER KAPELLE DER VERSÖHNUNG

Roggenernte




















Trotz anfänglich technischer Schwierigkeiten konnte am heutigen Donnerstag das Roggenfeld auf dem Gelände der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Kapelle der Versöhnung bei strahlendem Sonnenschein geerntet werden. Das rund einen halben Hektar große Getreidefeld im ehemaligen Todesstreifen ist ein symbolträchtiges und nachhaltiges Zeichen für Leben und ein wichtiges Element im Gedenkstättenareal Berliner Mauer: Es lässt im ehemaligen Todesstreifen wieder Leben erblühen. Seit nunmehr elf Jahren wird hier Getreide gesät und geerntet sowie nachhaltig verarbeitet.

Die Lebenswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität engagiert sich seit über einem Jahrzehnt mit verschiedenen Forschungsprojekten für das Roggenfeld und übernimmt dessen Betreuung und Pflege, Aussaat sowie Ernte.

Nach der Ernte wird das Korn für verschiedene Projekte eingesetzt. Unter anderem wird daraus zu besonderen Anlässen Brot gebacken oder es werden Oblaten für die Feier des Abendmahls in der Kapelle der Versöhnung hergestellt. Im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft achten Fakultät und Stiftung Berliner Mauer auf eine zweckmäßige Verwendung des anfallenden Strohs: In diesem Jahr wird es zur Verbesserung der Bodenqualität in den Boden eingearbeitet.

Als Kunstaktion 2005 vom Bildhauer und Steinmetz Michael Sprengler ins Leben gerufen ist das Feld Metapher für den Bedeutungswandel des Mauerstreifens: Im ehemaligen Todesstreifen sollte wieder etwas wachsen. Heute hat das Roggenfeld als künstlerischen Ausdruck von Säen und Wachsen, von Vergänglichkeit und Ewigkeit seinen Ort im Erinnerungskontext der Gedenkstätte Berliner Mauer gefunden.


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Pressekontakt: Hannah Berger | Gedenkstätte Berliner Mauer | Bernauer Straße 111
13355 Berlin | Tel. 030 / 467 9866 62 | E-Mail: presse@stiftung-berliner-mauer.de


Pressemitteilung [PDF, 420,00 KB]