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DONNERSTAG, 29. SEPTEMBER 2016
PRESSEEINLADUNG: MAUERBLICKE – JUGENDLICHE SETZEN IHRE PERSPEKTIVE AUF DIE BERLINER MAUER INS BILD

Die Stiftung Berliner Mauer präsentiert gemeinsam mit dem Berliner Landes-beauftragten für die Stasi-Unterlagen in der Gedenkstätte Berliner Mauer eine besondere Fotoausstellung: Gezeigt werden 31 Fotos von 31 Schülerinnen und Schülern des Heinrich-Schliemann-Gymnasiums aus Berlin-Prenzlauer Berg, die sich im Rahmen einer Projektwoche im Juli 2016 intensiv mit dem Medium „Foto“ befasst haben. Entstanden ist eine Fotoserie, die einen aktuellen und ungewöhnlichen Blick auf Mauer und Teilung wirft. Bei ihrer „fotografischen Spurensuche“ wurden die Jugendlichen von einem Fotograf beraten, der ihnen zuvor als Zeitzeuge von seinen Fotostreifzügen an der Mauer der 80erJahre berichtet hatte.

Im Rahmen der Projektwoche haben die Jugendlichen Symbolik und Gebrauch von Fotos in Vergangenheit und Gegenwart untersucht. Welche Bilder prägen unsere Erinnerung an die Teilung Berlins? Welche Perspektiven dominieren, welche sind marginalisiert oder wurden nie ins Bild gesetzt? Gibt es überhaupt Bilder, die das private Leben im Schatten der Mauer auf der Ostseite zeigen, wo doch Fotografieren im Grenzgebiet verboten war? Der historische Stoff wird so zu einem nützlichen Instrument in der Gegenwart.

Zur Eröffnung der Ausstellung liest der Jugendbuchautor Klaus Kordon. Aufgewachsen in Prenzlauer Berg, schildert er die Sichtweise eines Zeitgenossen. Sein späterer Fluchtversuch aus der DDR und die folgende politische Haft bilden den Hintergrund für seinen Roman „Krokodil im Nacken“, das mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde.

MAUERBLICKE – JUGENDLICHE SETZEN IHRE PERSPEKTIVE AUF DIE BERLINER MAUER INS BILD
Ausstellungseröffnung mit einer Lesung von Klaus Kordon

Termin: Mittwoch, 5. Oktober 2016 | 19.00 Uhr
Ort: Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer
Bernauer Str. 119, 13355 Berlin

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Ausstellung ist bis Ende November 2016 zu sehen.

Im Mittelpunkt der Betrachtung der Jugendlichen standen Mauerfotos, die aus sehr unterschiedlicher Perspektive und Motivation aufgenommen wurden: Fotos der Abriegelung 1961, die weltberühmt wurden – so, wie das des über den Stacheldraht springenden Grenzpolizisten. Fotos, die in der SED-Presse die Rechtfertigung des Mauerbaus ins Bild setzten, etwa Bilder von Kampfgruppenangehörigen, welche die Grenzabriegelung als vermeintlichen Volkes Willen darstellen. Privatfotos, die diskutierende und überrumpelte Anwohner der Grenze zeigen und damit weitaus weniger dramatische Szenen als die bekannten Foto-Ikonen.

Eine Kooperation der Stiftung Berliner Mauer mit dem Berliner Landesbeauftragter für die Stasi-Unterlagen.

PDF Presseeinladung [PDF, 500,00 KB]

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Pressekontakt: Hannah Berger | Gedenkstätte Berliner Mauer | Bernauer Straße 111 | 13355 Berlin
Tel. 030 / 467 9866 62 | E-Mail: presse@stiftung-berliner-mauer.de