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MITTWOCH, 9. NOVEMBER 2016
27. JAHRESTAG DES MAUERFALLS

Heute Morgen hat in der Gedenkstätte Berliner Mauer die zentrale Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an den Fall der Berliner Mauer vor 27 Jahren stattgefunden. Als Symbol für den Widerstand und das friedliche Durchbrechen der Mauer steckten der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, und der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, gemeinsam mit zahlreichen Zeitzeugen sowie rund 300 weiteren Gästen aus Politik und Gesellschaft bunte Rosen in die Hinterlandmauer der Bernauer Straße. Nach einer Andacht in der Kapelle der Versöhnung wurden in Erinnerung an die Ereignisse vom Herbst 1989 Kerzen am nationalen Denkmal der Gedenkstätte Berliner Mauer entzündet. Zu den Gästen zählten außerdem rund 150 SchülerInnen aus Frankreich, Norwegen und Deutschland.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand die Frage nach den aktuellen Herausforderungen in Europa. Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer, betonte die aktuelle Bedeutung des Jahrestages: „Gerade heute – wo vielerorts Populisten das politische Geschehen maßgeblich beeinflussen, sollten wir die Erinnerung an den Herbst 1989 – die Erinnerung an ein geeintes, friedliches europäisches Miteinander – nutzen, um Europa und seine Werte zu stärken: Freiheit, Demokratie und Menschenrechte gehören zusammen.“

Die Jugendlichen erklärten in kurzen Statements, was Europa für sie ausmacht: „Dem französischen Journalisten David Sanson nach sollen wir uns »mit der Vergangenheit beschäftigen, um sie mit der Zukunft in Verbindung zu setzen«. Für uns bedeutet Europa Frieden, Freizügigkeit, Offenheit, Toleranz und Solidarität, Werte, die uns morgen gestatten werden, echte Weltbürger zu sein“ (SchülerInnen aus dem Lycée Marcel Rudloff, Strasbourg).

„I am privileged to live in a time where Europe is one united nation. A nation who`s common values include democracy, freedom, and human rights. Many years ago they build a wall that disconnected the European people. It is similar to what is being done today when we prevent refugees from seeking help in our nations. Instead of building walls and barriers to disconnect us, let`s build connections to unit us” (Kristiansand International School, Oslo).

„Freiheit versteht sich nicht von selbst. Im Gegenteil: Die jüngsten Ereignisse in Europa und in der Welt zeigen uns, wie brüchig die freie Gesellschaft ist, wie schnell ihre Werte missbraucht werden und wie kurz der Weg von Freiheit in der Diktatur sein kann“, mahnte auch der rumänische Professor Dr. Radu Preda vom Institut zur Aufarbeitung kommunistischer Verbrechen und der Erinnerung an die rumänischen Exilanten bei der Andacht.


Unter folgendem Link sind Bilder der Gedenkveranstaltung bereitgestellt:
https://www.dropbox.com/sh/wkq7r8fhuf1f8mm/AAArtSRum8Vk6f5OuFymtxzia?dl=0

Bitte beachten Sie folgendes Copyright: Stiftung Berliner Mauer, G. Simons


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Pressekontakt:
Hannah Berger | Tel. 030 / 467 9866 62 | E-Mail: presse@stiftung-berliner-mauer.de


Pressemitteilung [PDF, 500,00 KB]