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FREITAG, 2. DEZEMBER 2016
PRESSEMITTEILUNG: STIFTUNG BERLINER MAUER EMPÖRT ÜBER ZIPFELMÜTZE AUF DDR-WACHTURM

Berlin, 2. Dezember 2016 – Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, ist entsetzt über die Zipfelmütze, die auf den ehemaligen DDR-Grenzwachturm nah des Potsdamer Platzes gesetzt wurde und fordert, dass sie sofort entfernt wird.

Er sagte dazu: „Ich hoffe, die Initiatoren der Aktion entfernen die Mütze umgehend. Das hat für mich mit Humor nichts zu tun, sondern mit einer totalen Verfremdung eines historisch bedeutsamen Relikts zugunsten von Geschäftemacherei. Ich halte eine solche Art der Verharmlosung der DDR und des Grenzregimes für gefährlich. Solche Aktionen tragen dazu bei, dass es gerade für junge Menschen oder Touristen, die die DDR nicht selbst erlebt haben, noch schwerer wird, zu verstehen, was Diktatur bedeutet und welche Auswirkungen sie auf eine Gesellschaft haben kann. Im Umkehrschluss erklärt sich dann auch nicht, warum es sich lohnt, sich für eine demokratische Gesellschaft einzusetzen. Es gibt nur wenige historische Orte in der Stadt, die noch Auskunft geben können. Der Wachturm ist einer davon. Umso wichtiger ist es, ihn als ernsthaften historischen Ort zu behandeln, der Teil des mörderischen Grenzsystems war.“

Pressemitteilung [PDF, 130,00 KB]