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MITTWOCH, 4. JANUAR 2017
PRESSEMITTEILUNG: STIFTUNG BERLINER MAUER ZIEHT POSITIVE BILANZ FÜR 2016. BESUCHERINTERESSE UNGEBROCHEN

Berlin, 4. Januar 2017 – Insgesamt rund 987.000 Menschen besuchten 2016 die historischen Gedenkorte der Stiftung Berliner Mauer – die Gedenkstätte Berliner Mauer und die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Allein in die Ausstellungen in der Bernauer Straße kamen rund 976.000 Menschen, was einer Steigerung um 15.000 BesucherInnen entspricht (2015: 961.000).

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier erklärte: „Für die Stiftung Berliner Mauer ist ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr zu Ende gegangen. Das Besucherinteresse ist ungebrochen. Im Durchschnitt kamen 2016 mehr als 2.700 Menschen pro Tag an unsere historischen Orte. Das Gedenken an die Opfer von Mauer und Teilung ist unser täglicher Auftrag und unsere Motivation. Gerade heute – wo vielerorts Populisten das politische Geschehen maßgeblich beeinflussen – heißt das auch, Europa und seine Werte zu verteidigen. Freiheit, Demokratie und Menschenrechte gehören zusammen. Das ist die Botschaft vom Herbst 1989 und sie ist aktueller denn je.“

In der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde blieben die Besucherzahlen mit rund 11.000 BesucherInnen 2016 konstant. Ein großer Erfolg ist die seit November laufende Sonderausstellung „Wechselseitig – Rück- und Zuwanderung in die DDR 1949 bis 1989“, mit der neue Besuchergruppen erreicht werden konnten.

2016 machten BesucherInnen in Gruppen rund ein Viertel der BesucherInnen der Gedenkstätte Berliner Mauer aus. Mit rund 3.000 Führungen wurden 2016 an beiden Orten ähnlich viele Führungen wie in den Vorjahren durchgeführt (2015: 3.232; 2014: 2.840).

Großes internationales Interesse
Die Hälfte der BesucherInnen (47%) der Gedenkstätte Berliner Mauer kam 2016 aus Deutschland, die andere Hälfte (53%) aus dem Ausland. Das Spektrum der Herkunftsländer war wesentlich breiter gefächert als noch 2015. Zwar kam rund die Hälfte der ausländischen Gäste weiterhin aus einem westeuropäischen Land. Neben Nordamerikanern kamen darüber hinaus 2016 im Vergleich aber mehr BesucherInnen aus afrikanischen und asiatischen Ländern und aus dem Nahen und Mittleren Osten. Sie kamen vor allem aus Japan, China, Südkorea, aber auch aus Bangladesch, Thailand, Israel, Iran, Oman, Syrien oder dem Senegal.

Altersdurchschnitt sinkt
Die Gedenkstätte Berliner Mauer wird für ein junges Publikum immer attraktiver. Das Durchschnittsalter der BesucherInnen lag 2016 bei unter 39 Jahren. Zum Vergleich: Im Oktober 2011 und im November 2014 waren die befragten Besucher im Schnitt 45 Jahre alt. Je jünger das Publikum ist, desto stärker sinkt der Anteil an BesucherInnen, bei denen es einen familiären biografischen Bezug zur DDR gibt. Dieser Anteil lag 2016 bei 23% (2014: 28%; 2011: 30%).

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