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FREITAG, 3. MÄRZ 2017
DER ÖSTERREICHISCHE BUNDESPRÄSIDENT VAN DER BELLEN BESUCHT DIE GEDENKSTÄTTE BERLINER MAUER

Heute besuchte der österreichische Bundespräsident, Dr. Alexander Van der Bellen, bei seinem Antrittsbesuch in Berlin gemeinsam mit seiner Frau, Doris Schmidauer, die Gedenkstätte Berliner Mauer.

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, zeigte dem Präsidentenpaar den historischen Ort und erläuterte das Konzept der Gedenkstätte. Anschließend trug sich Van der Bellen ins Gästebuch der Stiftung ein.

Er schrieb: „Ich habe sie ja noch erlebt – die Mauer in Berlin. Welch Glück, welche Freude, die Freiheit 1989! Die Gedenkstätte Berliner Mauer zeigt die Schicksale, die ein totalitäres System und eine Mauer mitten in Europa verursachen. Ihren Besucherinnen und Besuchern wird in Erinnerung gerufen, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, in einem geeinten Raum des Friedens und der Freiheit zu leben. Lassen wir uns von der Arbeit an unserem gemeinsamen Europa nicht abbringen!“

Während des Rundgangs über die Ausstellung im ehemaligen Grenzstreifen entlang der Bernauer Straße erläuterte Klausmeier die Entwicklungen des Grenzsystems sowie die Folgen der Mauer für die deutsch-deutsche Fluchtbewegung im europäischen Kontext. Heute, so Klausmeier, sei der historische Ort der Mauer sowohl Zeugnis der zweiten deutschen Diktatur, als auch ein Zeichen der Hoffnung im Streben nach Demokratie und Freiheit.

Abschließend gedachte Van der Bellen am Fenster des Gedenkens der Todesopfer an der Berliner Mauer und legte am Bild des 1961 erschossenen Dieter Wohlfahrt eine weiße Rose nieder. Wohlfahrt, der als österreichischer Staatsbürger die Grenzen zu West-Berlin und der Bundesrepublik ohne Einschränkungen passieren durfte, starb am 9. Dezember 1961 beim Versuch, DDR-Bürgern die Flucht in den Westen zu ermöglichen.

Besuch Bundespräsident Van der Bellen (03.03.2017)Besuch Bundespräsident Van der Bellen (03.03.2017)
© Stiftung Berliner Mauer

Pressemitteilung [PDF, 1,5 MB]