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MITTWOCH, 28. JUNI 2017
RESTE DER GRENZANLAGEN DER BERLINER MAUER FREIGELEGT

Bei Grabungen am Nordbahnhof konnten weitere Reste der Grenzanlagen der Berliner Mauer freigelegt werden. Die archäologischen Grabungen finden im Zuge der Bebauung des Geländes statt. In direkter Sichtweite der heutigen Gedenkstätte befand sich dort unter anderem ein weiterer Wachturm. Bereits im Februar diesen Jahres hat die Stiftung Berliner Mauer die Arbeiten mit dem Ziel initiiert, die dort befindlichen Reste der Mauer zu dokumentieren.

Die Funde sind für die historische Forschung zur Berliner Mauer von hohem dokumentarischen Wert:

„In unmittelbarer Nähe zur Gedenkstätte Berliner Mauer geben die authentischen Reste Erkenntnisse über die Verortung von Wachtürmen, Fundamente der Vorgängergebäude, Grenzsystem und Funktion von Fluchtverhinderung“, so Prof. Dr. Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer.

Über das Gelände verlief zwischen 1961 und 1989 der Mauerstreifen. Ernst Mundt (†1962) und Heinz Cyrus (†1965) kamen in den 1960er Jahren in unmittelbarer Nähe des Geländes bei dem Versuch, die Mauer zu überwinden, ums Leben. Im Zuge der Ausgrabungen konnten auch Teile des Postenwegs, Signalanlagen sowie Fundamentböden der Fahrzeugsperren freigelegt werden. Zu den weiteren Funden gehören außerdem Reste der im Zuge des Mauerbaus überbauten Fundamente der Wohnhäuser sowie der Sockel einer Drehscheibe für Lokomotiven des Stettiner Bahnhofs.


Pressemitteilung [PDF, 320,00 KB]

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Pressekontakt: Hannah Berger | Gedenkstätte Berliner Mauer | Bernauer Straße 111
13355 Berlin | Mobil: 0178/ 52 26 113 | E-Mail