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FREITAG, 13. AUGUST 2010
13. AUGUST: DIE OPFER DÜRFEN NICHT VERGESSEN WERDEN - GEDENKSTÄTTE BERLINER MAUER ERINNERT AN MAUERBAU UND TEILUNG

An der Gedenkveranstaltung waren junge Menschen beteiligt, die erst nach dem Fall der Mauer geboren wurden und die Teilung selbst nicht miterlebt haben. Sie haben Zitate und Texte aus der Zeit der Mauer und der DDR-Diktatur gelesen. Die Gedenkstätte Berliner Mauer sieht sich in besonderer Weise verpflichtet, gerade jungen Generationen diesen Teil der Geschichte näher zu bringen.

Pfarrer Manfred Fischer:
„Unser Gedenken sieht sich nicht vor der Aufgabe ‚Bilder des Schreckens’ zu konservieren. Wenn wir wieder und wieder - und an Gedenktagen besonders, und immer öffentlich – die Erinnerung an den Schrecken der Mauer wachhalten, dann zielen wir damit auf ein waches Bewusstsein und menschenwürdiges Verhalten. Von Schreckensbilder aufgewühlte Stimmungen bleiben haltlos und Stimmungsmachern ausgeliefert. Es braucht schon auch das nüchterne Wissen zu den Bildern und Geschichten, um sie deuten zu können. Aber alles Wissen und sei es noch so faktenreich, bleibt kalt und belanglos, wenn es nicht in Beziehung steht zu unserem eigenen Leben und Erleben, wenn es nicht eingeordnet werden kann und damit Bedeutung erhält für die eigene Haltung“.

Nach der Andacht wurden am Denkmal der Gedenkstätte Berliner Mauer Kränze für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft niedergelegt.

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Dr. Axel Klausmeier:
„Der 13. August ist ein Tag, der jedes Jahr den Blick in besonderer Weise auf das SED-Unrecht lenkt und uns zeigt, dass unsere Freiheit nicht selbstverständlich ist. Die Opfer der Teilung und die Mauertoten dürfen nicht vergessen werden. Es ist für die Stiftung Berliner Mauer deshalb Verpflichtung, gerade jungen Menschen diesen Teil unserer Geschichte näher zu bringen. Das große Interesse jugendlicher Besucher an der neuen Außenausstellung mit ihren historischen Film- und Tondokumenten und dem den Toten an der Mauer gewidmeten ‚Fenster des Gedenkens’ zeigt, dass dieses Thema auch im 20. Jahr der deutschen Vereinigung nicht vergessen ist“.

Auf den Grundstücken um die Kapelle der Versöhnung gehen die Arbeiten für die Erweiterung der Gedenkstätte voran. Der erste Abschnitt der neuen Außenausstellung zwischen Garten- und Ackerstraße wurde bereits im Mai 2010 eröffnet. Entlang der Bernauer Straße soll über eine Strecke von 1,4 Kilometern an die zahlreichen Ereignisse während der Zeit der Mauer erinnern.


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