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DIENSTAG, 9. NOVEMBER 2010
GEDENKEN ALS AUFTRAG FÜR KOMMENDE GENERATIONEN

Mit einer Andacht von Pfarrer Manfred Fischer wurde in der Kapelle der Versöhnung der Teilung und ihrer Opfer gedacht und an den Mauerfall 1989 erinnert. Die Preisträger des von der Stiftung Berliner Mauer ausgelobten Schülerwettbewerbs zur Deutschen Einheit, Schülerinnen und Schüler der Berthavon-Suttner-Oberschule und des Canisius Kollegs, beteiligten sich an der Gedenkveranstaltung mit begleitenden Texten. Dabei wurde auch an die Reichspogromnacht am 9. November 1938 erinnert und damit an die reichsweiten Pogrome gegen Juden in Deutschland.
An der Andacht haben neben zahlreichen Vertretern der Opferverbände der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, Dr. Ingeborg Bergreen-Merkel, als Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Berliner Mauer und in
Vertretung von Kulturstaatsminister Bernd Neumann sowie der Landes- und Fraktionsvorsitzende der Berliner CDU, Frank Henkel, teilgenommen.
Anschließend an die Andacht in der Kapelle der Versöhnung wurden im Gedenken an die friedliche Revolution im Herbst 1989 am Denkmal für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft Kerzen entzündet.
Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Dr. Axel Klausmeier: „Gedenktage wie der 9. November 1989 sind immer wieder ganz besonderer Anlass, an die Geschichte zu erinnern und diese Erinnerung gerade für nachfolgende Generationen wach zu halten. Die Stiftung Berliner Mauer sieht sich in einer besonderen Verantwortung, jungen Menschen die Zeit der Mauer und Teilung nahe zu bringen. An beiden Standorten der Stiftung, der Gedenkstätte Berliner Mauer und der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, wird eine erfolgreiche politische Bildungsarbeit geleistet. Die steigende Zahl junger Besucher in beiden Häusern bestätigt das.“
Pfarrer Manfred Fischer ist Vorsitzender des Fördervereins der Gedenkstätte Berliner Mauer und Mitbegründer der Gedenkstätte: „Die Gedenkstätte Berliner Mauer war immer ein Ort des Vorausschauens und nicht nur eine
Erinnerungsstätte für die Vergangenheit. Die Geschichte und der Schrecken von Mauer und Teilung haben für uns eine Botschaft: Freiheit und Demokratie sind kostbar und zu keiner Zeit selbstverständlich. In dem Schülerwettbewerb haben sich Jugendliche mit dieser Frage beschäftigt und für sie ist die Bernauer Straße zu einer erlebbaren Geschichte geworden.
Die nachwachsende Generationen wird selbst bestimmen, was in ihrer Erinnerung bleibt und was nicht.“
Auf dem Areal um die Kapelle der Versöhnung zwischen Acker- und Bernauer Straße wird zur Zeit an dem zweiten Teil der Außenausstellung gearbeitet, der bis zum Sommer 2011 fertig gestellt sein soll, wenn sich am 13. August der Tag des Mauerbaus zum 50. Mal jährt.

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