DO, 22.06.2017 - 19:00 UHR
EIN ABEND MIT DEM MALER HANS-HENDRIK GRIMMLING

Die Arbeiten Hans-Hendrik Grimmlings – von formstarker Rhythmik und zeitlosen Metaphern geprägt – gehören zu den großen Positionen der europäischen Avantgarde.

Seine Bilder zeigen Gestürzte, Gequälte, Gestolperte – schwarze Vögel und Menschen mit schwarzen Flügeln. Stürzende, ineinander verknotete Formen, Körperteile vom Menschen, die sich verhängnisvoll verfangen in Kreuz und Segel: Warnbilder, die zugleich Hoffnung stiften. Schon seit Beginn seiner Künstlerlaufbahn schreibt Grimmling auch poetische Texte, die ähnliche „Umarmungskraft“ wie seine energetischen Bilder haben. Sie stehen im Dialog mit den Bildern, erklären diese aber nicht, sondern bilden einen eigenen künstlerischen Kosmos innerhalb seines Gesamtwerks.

1947 in Zwenkau bei Leipzig geboren, wächst Hans-Hendrik Grimmling im sächsischen Braunkohlerevier auf. Ab 1969 studiert er an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, dann an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Von den Vertretern der „Leipziger Schule“ beeinflusst, entwickelt er sich zu deren Antipoden. Im Künstlerkreis „Tangente“ ist er Mit-Initiator des legendären „1.Leipziger Herbstsalons“, einer halblegalen Ausstellung im Messehaus am Markt 1984, die von den DDR-Behörden als „konterrevolutionär“ eingestuft wird. Daraufhin übersiedelt er 1986 nach West-Berlin, wo er seither lebt und arbeitet. Er fühlt sich wie „ein nasser Vogel“, der „mitten in die Mauer fällt“. Seit 2006 lehrt Hans-Hendrik Grimmling als Professor an der Berliner Technischen Kunsthochschule.


PROGRAMM


Begrüßung
Staatssekretär Erhard Weimann | Bevollmächtigter des Freistaates Sachsen beim Bund
Laudatio
Dr. phil. h.c. Ingrid Mössinger | Generaldirektorin der Kunstsammlungen Chemnitz
Gespräch
Prof. Hans-Hendrik Grimmling im Gespräch mit Salli Sallmann | Literaturredakteur RBB-Kulturradio
Musik
Prof. Martin Steyer

Im Anschluss wird zu sächsischem Wein und einem Imbiss geladen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Bitte richten Sie diese bis zum 15. Juni 2017 an veranstaltungen@bln.sk.sachsen.de. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl werden die Anmeldungen in der Reihenfolge ihres Eingangs berücksichtigt.


Termin:
Donnerstag, 22. Juni 2017 | 19.00 Uhr
Ort:
Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund | Brüderstraße 11/12 | 10178 Berlin
Der Eintritt ist frei



Eine Kooperationsveranstaltung der Vertretung des Freistaates Sachsen beim Bund, der Stiftung Berliner Mauer, der Deutschen Gesellschaft und dem Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.