MI, 01.11.2017 - 19:00 UHR
Der Fall Wolfgang Schnur - ein unmögliches Leben

Er war ganz oben. Dann stürzte er ins Bodenlose. – Stasi-Spitzel, DDR-Oppositionellen-Anwalt, Wendepolitiker in einer Person: Wolfgang Schnur.
1989 hatte er die Partei Demokratischer Aufbruch gegründet, war sogar vier Monate deren Vorsitzender gewesen.
Vor den ersten freien Wahlen der DDR galt der Vorsitzende des Demokratischen Aufbruchs vielen bereits als neuer Ministerpräsident, ehe er wenige Tage vor der Volkskammerwahl, am 18. März 1990, als Stasi-Spitzel enttarnt wurde.
In einem letzten Interview vor seinem Tod stellte sich Schnur im Januar 2016 den Fragen des inzwischen ebenfalls verstorbenen Journalisten Alexander Kobylinski.

Auf der Veranstaltung wird der Dokumentarfilm von Alexander Kobylinski über das Leben des Wolfgang Schnurs erstmalig präsentiert.

Diskussion:
Ulrike Poppe | eh. Beauftragte des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur
Lothar Rochau | eh. Jugenddiakon Halle/Neustadt und Schnur-Mandant
Thomas Kretschmer | Holzbildhauer und ehemaliger Mandant von Wolfgang Schnur

Moderation:
Prof. Jürgen Haase | Wilhelm Fraenger-Institut Berlin

Termin: Mittwoch, 1. November | 19 Uhr
Ort: Forschungs- und Gedenkstätte Normannenstraße | Haus 1 | Ruschestraße 103 | 10365 Berlin

Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) in Kooperation mit dem Wilhelm Fraenger-Institut Berlin, der Robert-Havemann-Gesellschaft e.V., dem rbb Fernsehen und der Stiftung Berliner Mauer.

Einladungskarte [PDF, 600,00 KB]