DO, 28.04.2016 - 19:00 UHR
Buchvorstellung: Verständigung und Versöhnung nach dem „Zivilisationsbruch“? Deutschland und Europa nach 1945

Buchvorstellung und Diskussion

Corine Defrance und Ulrich Pfeil (Hrsg.)
Verständigung und Versöhnung
nach dem „Zivilisationsbruch“?
Deutschland in Europa nach 1945

Brüssel, 2016, Peter Lang Verlag
43 Autoren, 853 Seiten, 36 Abb.

1945 stand Deutschland geächtet vor den Trümmern seiner Politik. Rassischer Weltanschauungskrieg und systematische Vernichtung der europäischen Juden waren ein zivilisatorischer Bruch und belegten die Deutschen mit einer moralischen Schuld.

Der neue Band mit 43 Beiträgen beleuchtet in einer breiten Gesamtschau, wie über symbolische Gesten, an Erinnerungs- und Gedenkorten, durch Organisationen und Institutionen, über Aktionsfelder und Handlungsformen Prozesse eingeleitet wurden, die zumeist zur Verständigung zwischen den Deutschen und ihren europäischen Nachbarn beitrugen. Dabei zeigen die Beiträge, dass Versöhnung nicht „besiegelt“ werden kann, sondern eine nie endende politische, soziale und kulturelle Arbeit darstellt.

Begrüßung:
Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer
Markus Meckel, Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Dr. Jörg Morré, Leiter des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst

Buchvorstellung:
Prof. Dr. Corine Defrance (SIRICE, Paris) und Prof. Dr. Ulrich Pfeil (Université de Lorraine Metz), Herausgeber

Corine Defrance: Professorin für Zeitgeschichte am Centre national de la recherche scientifique (SIRICE, Paris), forscht vorrangig zu den deutsch-französischen Beziehungen und zu Versöhnungsprozessen in Europa.
Ulrich Pfeil: Professor für Deutschlandstudien, Université de Lorraine, Metz, forscht über die deutsch-französischen Beziehungen im 19. und 20. Jh. sowie die politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Folgen des Kalten Krieges in Europa.

Podiumsdiskussion mit den Autoren:
Dr. Nils Köhler
Dr. Jacqueline Boysen
Dr. Jörg Echternkamp

Das Buch kann am Ende der Veranstaltung erworben werden.

Ort:
Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer
Bernauer Straße 119
13355 Berlin

Anmeldungen bitte per E-Mail oder telefonisch unter: 030-2309 36 54.

Der Eintritt ist frei.

Download: Einladung [PDF, 480,00 KB]