GOODBYE CHECKPOINT CHARLIE

Die internationalen Verhandlungen zur deutschen Einheit

Am Vormittag des 22. Juni 1990 wird am Checkpoint Charlie das Kontrollhäuschen der westlichen Alliierten in einem militärischen Festakt abtransportiert. Ein Symbol des Kalten Krieges in Berlin ist überflüssig geworden. Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt. An diesem Tag werden die internationalen Zwei-plus-Vier-Verhandlungen zur deutschen Einheit in Ost-Berlin fortgeführt. Die daran beteiligten Außenminister der USA, der Sowjetunion, Frankreichs, Großbritanniens, der Bundesrepublik und der noch existierenden DDR nehmen gemeinsam am Festakt teil. Im Anschluss verhandeln sie im Ost-Berliner Schloss Schönhausen über die zukünftige Souveränität eines geeinten deutschen Staates. Das Treffen ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Zwei-plus-Vier-Vertrag, der im September 1990 unterzeichnet wird und das Ende der Teilung Deutschlands besiegelt.

Die Stiftung Berliner Mauer nimmt gemeinsam mit dem AlliiertenMuseum, dem Institut für Zeitgeschichte – Berliner Kolleg Kalter Krieg, dem Verein Zentrum Kalter Krieg – Black Box und der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur die Ereignisse dieses historischen Tages zum Anlass, 30 Jahre später erneut an die internationalen Verhandlungen auf dem ereignisreichen Weg zur deutschen Einheit zu erinnern.

Wir präsentieren historisches Foto- und Filmmaterial rund um den Checkpoint Charlie und die GÜSt Friedrichstraße/Zimmerstraße aus unseren Sammlungen. In den kommenden Wochen sprechen und diskutieren wir mit ZeitzeugInnen und WissenschaftlerInnen über die spannende Geschichte des Checkpoint Charlie und veröffentlichen die Interviews auf dieser Website.

Einblicke in die Sammlungen des AlliiertenMuseums und der Stiftung Berliner Mauer

Am Checkpoint Charlie trifft die Geschichte der Berliner Mauer und der Grenzübergangsstellen der DDR auf die internationale Geschichte der westlichen Alliierten in Berlin. Die Sammlung des AlliiertenMuseums basiert auf den 1994 übergebenen Beständen der amerikanischen, britischen und französischen Streitkräfte. Hierzu gehören militärisches Großgerät, Uniformen und Alltagsgegenstände sowie eine Vielzahl von Archivalien, Fotos und Filmen. Die Sammlung der Stiftung Berliner Mauer ist spezialisiert auf Objekte, Fotografien, Dokumente und biographische Konvolute zur Geschichte der Berliner Mauer und ihren Auswirkungen. Zudem ist das Lapidarium der Gedenkstätte der zentrale Lagerort für die originalen Mauerreste aus ganz Berlin.

In der Fotogalerie zeigen wir Exponate aus beiden Sammlungen zum Checkpoint Charlie und der GÜSt Friedrichstraße/Zimmerstraße aus den Jahren 1989/90.

Goodbye Charlie – Historische Filmaufnahmen vom Abtransport

Am 22. Juni 1990 wird das alliierte Kontrollhäuschen am Checkpoint Charlie abgebaut. Bei diesem militärischen Festakt liegt die Regie in amerikanischer Hand. Für interne Dokumentationszwecke nimmt die US Army Berlin den gesamten Ablauf mit der Filmkamera auf. Das Material befindet sich im Besitz des AlliiertenMuseums.

Klicken Sie auf einen der Links, um die Wiedergabe zu starten.
  • Vorfahrt der Zwei-plus-Vier-Außenminister am Checkpoint Charlie
    3.52
  • Rede des amerikanischen Stadtkommandanten von Berlin
    5.57
  • Rede der Bürgermeisterin von Berlin (West)
    4.13
  • Rede des Oberbürgermeisters von Berlin (Ost)
    3.16
  • Rede des britischen Außenministers
    0.31
  • Rede des französischen Außenministers
    3.31
  • Rede des sowjetischen Außenministers
    4.54
  • Rede des bundesdeutschen Außenministers
    3.39
  • Rede des Außenministers der DDR
    4.26
  • Rede des amerikanischen Außenministers
    2.40
  • Schließung des Checkpoint Charlie und Abzug der Militärpolizei
    2.12
  • Rede des britischen Stadtkommandanten von Berlin
    1.15
  • Spektakuläre Inszenierung des Abbaus des Checkpoint Charlie
    4.14
  • Abgang der Zwei-plus-Vier-Außenminister
    0.25

Checkpoint Charlie im Museum

Das alliierte Kontrollhäuschen vom Checkpoint Charlie wird seit 1994 auf dem Freigelände des AlliiertenMuseums in Berlin-Dahlem ausgestellt. Begleiten Sie den Direktor des Museums Dr. Jürgen Lillteicher bis ins Innere und erfahren dabei Grundlegendes zur Geschichte und Funktion dieses besonderen zeitgeschichtlichen Objekts.

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