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MITTWOCH, 6. FEBRUAR 2013
UNERMÜDLICH FÜR ERINNERUNG UND VERSÖHNUNG: ZUM 65. GEBURTSTAG VON PFARRER MANFRED FISCHER

Die Stiftung Berliner Mauer gratuliert Pfarrer Manfred Fischer zum 65.
Geburtstag am 7. Februar 2013. Manfred Fischer ist seit mehr als 36 Jahren Pfarrer der Versöhnungsgemeinde in der Bernauer Straße.
Nicht nur für seine Gemeinde, sondern auch für die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße ist Pfarrer Fischers Wirken von zentraler Bedeutung: Er war es, der sich als unermüdlicher Mahner und Initiator von Veranstaltungen seit den frühen 1990er Jahren für den Erhalt der Mauerreste an der Bernauer Straße eingesetzt hat. Pfarrer Manfred Fischer hat viele Jahre zunächst als stellvertretender und später als Vorsitzender des Vereins Berliner Mauer agiert. Er ist seit Anbeginn der spiritus rector der Gedenkstätte Berliner Mauer und einer der Protagonisten, die das vom Senat im Juni 2006 verabschiedete Konzept für die Gedenkstätte entscheidend mitgeprägt haben. Für sein Engagement wurde er 2007 mit dem Berliner Landesorden ausgezeichnet.

Kulturstaatssekretär André Schmitz, Vorsitzender des Stiftungsrats der Stiftung Berliner Mauer, würdigt Manfred Fischer: „Seit 1975 wirkt Manfred Fischer in der Evangelischen Versöhnungsgemeinde in Berlin-Wedding. Dabei hat er sich den Namen seiner Gemeinde zur Leitaufgabe gemacht – die Versöhnung. Pfarrer Fischer hat sich große Verdienste bei der Errichtung, Etablierung sowie beim Ausbau der Gedenkstätte Berliner Mauer zu einem Ort von nationaler Bedeutung erworben. Er ist derjenige, dem wir zu verdanken haben, dass wir an der Bernauer Straße heute noch relevante Mauerreste sehen können.“

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Professor Dr. Axel Klausmeier, betont: „Dass sich in der Bernauer Straße heute die Gedenkstätte Berliner Mauer befindet, ist ganz wesentlich das Werk von Manfred Fischer. Und es ist in erster Linie seinem unermüdlichen, bürgerschaftlichen Engagement zu verdanken. Seit 1990 hat er als Motor der Gedenkstätte in jahrzehntelangen Auseinandersetzungen um den Erhalt der Berliner Mauer an der Bernauer Straße gekämpft und die Errichtung einer Gedenkstätte vorangetrieben. Er hat hartnäckig und gegen alle ökonomischen Bedenken den Neubau der Versöhnungskapelle als besonderes Zeichen im
Dreiklang von Gedenkstätte, Dokumentationszentrum und Kapelle konzipiert und durchgesetzt. Die von ihm initiierten Opferandachten haben seit dem 13. August 2006 eine völlig neue, eindrucksvolle und erfolgreiche Form des Opfergedenkens etabliert.“

1948 in Frankfurt am Main geboren, kam Manfred Fischer nach dem Studium in Frankfurt und an der Kirchlichen Hochschule Berlin im Dezember 1975 zur Versöhnungsgemeinde. Seit 1977 ist er Pfarrer der Gemeinde, die durch den Mauerbau von ihrer Kirche getrennt wurde. Die Versöhnungskirche stand über Nacht im Grenzstreifen, während der Großteil der Gemeinde zum West-Berliner Bezirk Wedding gehörte. Im Januar 1985 wurde die Kirche durch DDRGrenztruppen
gesprengt. In der im Jahr 2000 eingeweihten Kapelle der Versöhnung, die auf den Fundamenten der gesprengten Kirche errichtet wurde, finden regelmäßig Andachten im Gedenken an die Todesopfer an der Berliner Mauer statt.


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