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MONTAG, 26. NOVEMBER 2012
"TEILUNG UND MAUER – STADTENTWICKLUNG IM DOPPELTEN BERLIN": VORTRAGSREIHE IN DER GEDENKSTÄTTE BERLINER MAUER AB 29. NOVEMBER

Berlin hat vieles doppelt: Zoos, Opernhäuser, Kongresshallen sind die oft beschworenen Relikte der Teilung der Stadt. Doch auch bei vielen anderen städtebaulichen Entwicklungen hat es Parallelitäten und Gemeinsamkeiten gegeben – ungeachtet der konträren politischen Systeme und der in beiden Teilstädten gültigen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Konstellationen.

Die Vortragsreihe mit renommierten Akteuren von damals beginnt am 29. November mit dem Thema „Die Verdoppelung der Berliner Kulturinstitutionen.“ Mehr als 50 Jahre nach dem Bau der Mauer und 23 Jahre nach ihrem Fall wird ein nüchterner Blick auf die städtebauliche Entwicklung Berlins während der Zeit der Teilung geworfen: Im ehemaligen Ost- und West-Berlin aktiv beteiligte Stadtplaner, Architekten, Kulturwissenschaftler und Politiker analysieren zentrale Stadtentwicklungsprojekte. Themen sind dabei auch das Stadtjubiläum 1987, Kunst- und Denkmalsetzungen im öffentlichen Raum und die Deindustrialisierung in West- bzw. die Staatsindustrialisierung in Ost-Berlin.

Zu den Referenten gehören u. a. Günter Schade (1983-1992 Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin), Wolf-Dieter Heilmeyer (1985 bis 1991 stellvertretender Direktor der Stiftung Preußischer Kulturbesitz), Dietmar Keller (1989-80 Kulturminister der DDR), Thomas Flierl. (2002-2006 Berliner Kultursenator), Ulrich Eckhardt (1973-2000 Intendant der Berliner Festspiele) sowie Roland Korn (1973 bis 1989 Chefarchitekt von Ost-Berlin).

Stadtentwicklung folgte im geteilten Berlin meist der politischen Logik der Systemkonkurrenz und der gegenseitigen Abgrenzung. Architekten und Stadtplaner nutzen die innerhalb der herrschenden Strukturen entstandenen Handlungsspielräume oft unterschiedlich. Parallel – aber oft auch höchst verschieden – setzten sich international wirkende Einflüsse und zeitgeschichtliche Strömungen in beiden Teilstädten durch, so etwa die Rehabilitierung der Stadtgeschichte und des industriellen Erbes sowie die Nutzung des öffentlichen Raumes als Ort für künstlerische Interventionen.

Die Vortragsreihe mit vier Veranstaltungen von November 2012 bis März 2013 wird von der Stiftung Berliner Mauer gemeinsam mit der Technischen Universität Berlin und urbanophil e.V. durchgeführt.

Termine

Museumsinsel und Kulturforum – Die Verdoppelung der Berliner Kulturinstitutionen

Donnerstag, 29. November 2012, 19 Uhr, Besucherzentrum
Gedenkstätte Berliner Mauer

Mit Beiträgen von Wolf-Dieter Heilmeyer (Archäologe) und Günter Schade (Kunsthistoriker) kommentiert von Verena Pfeiffer-Kloss (Stadtforscherin)
Moderation: Gabi Dolff-Bonekämper (Kunsthistorikerin/Denkmalpflegerin)


Berlin-Geschichte bauen und erzählen –
Das doppelte Stadtjubiläum 1987 und die Rückkehr zur historischen Stadtmitte

Donnerstag, 24. Januar 2013, 19 Uhr, Besucherzentrum
Gedenkstätte Berliner Mauer

Mit Beiträgen von Ulrich Eckhardt (Kulturwissenschaftler) und Roland Korn (Architekt) kommentiert von Galene Haun (Stadtforscherin) | Moderation: Cordelia Polinna (Stadtsoziologin)


Politische Kunst? – Kunst und Denkmalsetzungen im öffentlichen Raum

Donnerstag, 14. Februar 2013, 19 Uhr, Besucherzentrum
Gedenkstätte Berliner Mauer

Mit Beiträgen von Dietmar Keller (Historiker) und Bernhard Schneider (Architekt)
Kommentiert von Anna Galda (Stadtforscherin) | Moderation: Günter Schlusche (Architekt/Stadtplaner)


Zwischen Glühkohle und spotlight – Deindustrialisierung West und Staatsindustrialisierung Ost

Donnerstag, 14. März 2013, 19 Uhr, Besucherzentrum
Gedenkstätte Berliner Mauer

Mit Beiträgen von Thomas Flierl (Kulturwissenschaftler) und Joseph Hoppe
(Historiker), kommentiert von Hans-Hermann Albers (Stadtforscher | Moderation: Axel Klausmeier (Kunsthistoriker/Denkmalpfleger)

Ort: Besucherzentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Str. 119, 13355 Berlin


Eintritt frei, barrierefrei zugänglich

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