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DIENSTAG, 5. MÄRZ 2013
„EINZIGARTIGES DENKMAL FÜR BERLIN ERHALTEN“

Berlin, 1. März 2013 – Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel
Klausmeier, ist besorgt über die aktuellen Entwicklungen an der East Side Gallery:

"Wir verfolgen die aktuellen Entwicklungen an der East Side Gallery mit großer
Aufmerksamkeit und Sorge, da es sich hier um das international bekannteste Denkmal Berlins handelt. Mit 1,3 km Länge handelt es sich um das längste erhaltene Stück Mauer, das wir noch haben. Deshalb sollte es – ohne weitere Durchbrüche – erhalten bleiben. Das dezentrale Gedenkstättenkonzept des Berliner Senats aus dem Jahr 2006 zeigt die Notwendigkeit, die verschiedenen Reste der Berliner Mauer zu verbinden und sie nicht getrennt voneinander zu betrachten. Die aktuellen Proteste machen deutlich, dass sich das Bewusstsein der Berlinerinnen und Berliner in den letzten Jahren gewandelt hat.

Ich halte es für wichtig, hier in längeren Zeiträumen zu denken, anstatt kurzfristigen Interessen nachzugeben. Auf Bezirksebene wird jedoch anders entschieden, da hat der Senat nur bedingt Einfluss, denn da geht es um Bebauungspläne. Zum Glück hat die Politik das Problem nun erkannt. Deshalb habe ich große Hoffnung, dass es im Senat bzw. im Kulturausschuss des Abgeordnetenhauses zu einer guten Entscheidung im Sinne des Berliner Gedenkstättenkonzepts kommt. Denn solche Entwicklungen, wie aktuell an der East Side Gallery, müssen in Zukunft verhindert werden. Hier ist
vorausschauendes Handeln gefragt."

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