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DONNERSTAG, 25. JULI 2013
NACHHALTIGES ZEICHEN DER VERSÖHNUNG: ROGGENERNTE AUF DEM GELÄNDE DER GEDENKSTÄTTE BERLINER MAUER

Erntezeit an der Bernauer Straße: Am heutigen Donnerstag, 25. Juli 2013, wird das Roggenfeld auf dem Gelände der Gedenkstätte Berliner Mauer abgeerntet. Bereits seit acht Jahren nimmt der kleine Getreideacker rund um die Kapelle der Versöhnung einen wichtigen Teil des Gedenkstättengeländes ein: Er ließ im ehemaligen Todesstreifen wieder Leben aufblühen.

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Axel Klausmeier, betont: „Das Roggenfeld ist in seiner Symbolkraft einzigartig. An einem Ort der Angst und Gewalt haben heute Lebendigkeit und Natürlichkeit inmitten des Stadtraums Einzug gehalten. Ein besseres Zeichen kann man im ehemaligen Todesstreifen nicht setzen.“

Das Getreide wird von der Versöhnungsgemeinde gesät, gepflegt und schließlich zu Broten und Oblaten verbacken. Roggenanbau und -ernte werden dabei von der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin begleitet.
In diesem Jahr geht das anfallende Stroh an den Charlottenburger Ziegenhof. Damit unterstützt die Stiftung Berliner Mauer das ehrenamtliche Hof-Projekt, in dem Ziegen, Hühner und Bienen leben, und achtet im Sinne nachhaltiger Landwirtschaft darauf, dass Stroh und Körner sinnvoll verwendet werden.

Das Roggenfeld umschließt die im Jahr 2000 eingeweihte Kapelle der Versöhnung. Sie steht auf den Fundamenten der Versöhnungskirche, die das DDR-Regime 1985 sprengen ließ.

Interessierte Journalisten sind herzlich eingeladen, an der Ernte teilzunehmen.


Roggenernte an der Kapelle der Versöhnung

Datum: Donnerstag, 25. Juli 2013
Zeit: ca. 10.00 Uhr
Ort: Kapelle der Versöhnung
Bernauer Straße 4 (Einmündung Hussitenstraße), 10115 Berlin


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