Sie sind hier: Startseite | Presse

SAMSTAG, 9. NOVEMBER 2013
„DAS MENSCHLICHE GESICHT AUF DER ANDEREN SEITE SEHEN“. GEDENKSTÄTTE BERLINER MAUER ERINNERT AN DEN 24. JAHRESTAG DES MAUERFALLS

Berlin, 9. November 2013 – Gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, und dem Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, legten mehr als 350 Menschen, darunter Zeitzeugen sowie Vertreter von Opferverbänden, Parteien und Kirchen, Rosen an der Hinterlandmauer der Gedenkstätte Berliner Mauer nieder. Außerdem wurden in Erinnerung an die Friedliche Revolution am Denkmal Kerzen entzündet.

„Die Mauer verbarg die Menschen und ihre Schicksale. Sie verbarg ihren Mut und ihre Ängste, ihre Stärken und Schwächen. Sie verbarg das menschliche Gesicht der jeweils anderen Seite.“ Mit diesen Worten beschrieb Alecia Wonsack (30) in der anschließenden Andacht in der Kapelle der Versöhnung die Zeit der Teilung. Die Australierin und zwei weitere Freiwillige, die über den Verein Open Houses in Berlin sind, sprachen bei der Andacht. Auch Aleksandra Zavjalova (Estland, 23 Jahre) und Molly O’Doherty (Großbritannien, 25 Jahre), die für zwei Monate in der Kapelle der Versöhnung arbeiten, betonten den Wert von Identität und Freiheit sowie die bedrückende Macht von Grenzen – damals wie heute.

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier unterstrich: „Die bewegenden Wortbeiträge der drei jungen Frauen verdeutlichen die internationale Sprengkraft der Botschaft des 9. November 1989.“ Studierende der BTU Cottbus und Jugendliche aus Norwegen nahmen ebenfalls an der Gedenkveranstaltung teil. An sie richtete sich Pfarrer Thomas Jeutner in seiner Ansprache ganz besonders: „Dieser eine Tag reicht tief in die Geschichte hinein“, sagte er. 1848, 1918, 1938, 1989 – viele historische Ereignisse seien mit dem 9. November verknüpft, der Mauerfall 1989 bezeichne dabei die neueste Schicht der Erinnerung. Daher, so Jeutner, sei es eine besondere Aufgabe unserer Generation, dieses Datum für Jugendliche lebendig zu halten.

PDF [PDF, 1,7 MB]