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MONTAG, 13. JANUAR 2014
850.000 BESUCHERINNEN UND BESUCHER 2013 - STIFTUNG BERLINER MAUER ZIEHT POSITIVE JAHRESBILANZ

Berlin, 13. Januar 2014 – Mit rund 850.000 Besuchern im Jahr 2013 verzeichnet die Stiftung Berliner Mauer mit den Standorten Gedenkstätte Berliner Mauer und Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde einen Besucherrekord. Noch nie kamen so viele Menschen innerhalb eines Jahres an die historischen Orte von Mauer und Teilung in Berlin (2012: 700.000; 2011: 650.000 Besucher). Die Gesamtbesucherzahl entspricht einem Durchschnitt von mehr als 2.200 Besuchern pro Tag. Die Gedenkstätte Berliner Mauer zählt damit zu den meistbesuchten und beliebtesten Gedenkstätten der Hauptstadt.

Jung und international
Das Publikum der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße ist jung und international. Die Besucherbefragungen, die in den letzten Jahren regelmäßig durchgeführt wurden, zeigen, dass rund jeder vierte Besucher unter 30 Jahre alt ist, ca. 43% der Besucher kommen aus dem Ausland. Die meisten Touristen kommen aus Westeuropa (29,3%), Nord- (5,8%) und Südamerika (2,2%). Lediglich 1,8% der ausländischen Besucher kommen aus osteuropäischen Ländern. Trotz der großen Konkurrenz durch andere Sehenswürdigkeiten bleiben die Besucher mittlerweile im Schnitt über 70 Minuten an der Gedenkstätte. Der Anteil an Gruppenbesuchern, die zum Beispiel im Rahmen einer Klassenfahrt an die Bernauer Straße kommen, liegt bei 40%, während ca. 60% der Besucherinnen und Besucher individuell anreisen. Dabei ist bemerkenswert, dass der Anteil an Besuchern, die sonst nicht häufig Museen besuchen (nie, selten und höchstens 3 Museen pro Jahr), in der Gedenkstätte Berliner Mauer mit 48,5% sehr hoch ist (mit steigender Tendenz: 2009 lag er noch bei 45,1%).

Fokus historisch-politische Bildung
Der jungen Zielgruppe entsprechend stellt die historisch-politische Bildungsarbeit einen wichtigen Fokus der Arbeit der Stiftung Berliner Mauer dar: Insgesamt wurden 2013 an beiden Standorten zusammen mehr als 2.000 Führungen (Gedenkstätte Berliner Mauer: 1.996 | Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde: 307) und 291 Seminarveranstaltungen (GBM: 145 | ENM: 146) sowie vier Fortbildungen für Multiplikatoren durchgeführt. Die Anzahl der Anfragen überstieg dabei die Kapazitäten und räumlichen Möglichkeiten der Stiftung, so dass nicht alle Anfragen berücksichtigt werden konnten. Im Rahmen der Seminarveranstaltungen wurden im vergangenen Jahr mehr als 150 Gespräche mit Zeitzeugen und 18 Kinderprojekttage durchgeführt.
Für 2014 sind an beiden Standorten der Stiftung zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen geplant. Anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls ist am 9. November ein ganztägiges, öffentliches Programm mit Zeitzeugengesprächen, Diskussionen und Musikprogramm vorgesehen. Aktuelle Informationen finden Sie unter www.berliner-mauer-gedenkstaette.de und www.notaufnahmelager-marienfelde.de.

ZITATE
André Schmitz, Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin: „Die stetig steigenden Besucherzahlen legen eindrucksvoll Zeugnis ab von der hohen Qualität der Gedenk- und Erinnerungsarbeit der Stiftung Berliner Mauer. Sie unterstreichen zudem das große nationale wie internationale Interesse an der jüngeren Geschichte unserer Stadt. Das ist gerade im Hinblick auf das 25jährige Jubiläum des Mauerfalls in diesem Jahr eine sehr erfreuliche Tendenz.“

Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer:
„Die Entwicklung unserer Besucherzahlen macht deutlich, dass die Gedenkstätte Berliner Mauer der zentrale Ort zur Auseinandersetzung mit der Teilung Berlins ist. Mit dem bevorstehenden 25. Jahrestages des Falls der Berliner Mauer wird sich die Aufmerksamkeit für die Gedenkstätte an der Bernauer Straße noch einmal erhöhen. Besonders froh bin ich darüber, dass unser Angebot für Jugendliche und Schulen so gut angenommen wird. Hier stoßen wir an die Grenzen unserer Kapazitäten. Berlin darf nicht zu einer geschichtsvergessenen Stadt werden, deshalb ist mir dieser Teil unserer Arbeit so wichtig.“



Stiftung Berliner Mauer zieht positive Jahresbilanz