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DONNERSTAG, 14. AUGUST 2014
53. JAHRESTAG DES MAUERBAUS AM 13. AUGUST 1961

Erinnerung an die Opfer von Mauer und Teilung in der
Gedenkstätte Berliner Mauer


Berlin, 14. August 2014 – „Heute nennen wir einen Namen. Er steht für viele. Doch jeder Name steht für einen einmaligen Menschen“, sagte Pfarrer Thomas Jeutner (Ev. Versöhnungsgemeinde) im Gedenken an die Opfer der Teilung. Er sprach bei der Andacht im Rahmen der zentralen Gedenkveranstaltung.

An der Andacht und der anschließenden Kranzniederlegung am Denkmal der Gedenkstätte Berliner Mauer haben neben dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, Ministerialdirektor Günter Winands als Vertreter des Bundesministeriums für Kultur und Medien sowie der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, teilgenommen. Darüber hinaus war der Vorsitzende der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, Rainer Wagner sowie Vertreter des Bundes, zahlreiche Mitglieder des Bundestages und Vertreter von Opfergruppen, Parteien und Kirchen anwesend.

25 Jahre nach der Friedlichen Revolution im Herbst 1989 stand die Frage nach den Folgen der SED-Diktatur für Opfer und Hinterbliebene und die Versöhnung mit der Vergangenheit im Mittelpunkt der Andacht. Der Beauftragte des Rates für Seelsorge und Beratung von Opfern der SED-Kirchenpolitik, Pfarrer Curt Stauss, betonte, dass das Unrecht nicht vergessen werden dürfe und es die Verantwortung aller sei, die eigene Schuld in unsere Erinnerung einzubauen: „40 Jahre DDR hieß nicht nur, dass das Unrecht über uns kam, sondern mit vielen kleinen Handgriffen und Lügen von einer Mehrheit der Bevölkerung unterstützt wurde. Dies anzuerkennen, fällt uns bis heute schwer“, so Stauss.

Für den Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, ist der 13. August Erinnerung und Mahnung. Er sagte: „Der Tag erinnert uns daran, dass Freiheit nicht selbstverständlich ist. Wir gedenken der Opfer der Teilung, müssen uns aber auch der Verpflichtungen, die sich daraus für heute ergeben, bewusst sein. Die Erinnerung ist immer auch in die Zukunft gerichtet, deshalb ist politische Bildungsarbeit und die Beschäftigung mit deutsch-deutscher Geschichte an unseren Schulen so wichtig.“

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