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FREITAG, 16. MAI 2014
1,5 MILLIONEN BESUCHER IN DER KAPELLE DER VERSÖHNUNG AN DER GEDENKSTÄTTE BERLINER MAUER

Um 10.55 Uhr war es soweit: Véronique Schloesslen, seit Januar 2014 wohnhaft in Berlin, ahnte nichts, als sie das Gelände der Gedenkstätte betrat und erfuhr, dass sie die 1.500.000 Besucherin der Kapelle der Versöhnung war. Überrascht und ergriffen nahm sie als Geschenk ein Buchpräsent und Blumen entgegen, die ihr Pfarrer Tomas Jeutner feierlich überreichte.

Frau Schloesslen zeigte sich sehr interessiert an der Geschichte des Ortes und war beeindruckt von der Kapelle der Versöhnung sowie der Gedenkstätte Berliner Mauer. Die Kapelle der Versöhnung auf dem ehemaligen Grenzstreifen zählt seit ihrer Einweihung am 9. November 2000 zu den zentralen Attraktionen der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Die Besucherzahl stieg kontinuierlich: 2012 wurde die 1.000.000 Besucherin begrüßt, allein im vergangenen Jahr (2013) kamen rund 235.000 Menschen in die Kapelle und von Januar bis April 2014 waren es mehr als 82.000.

An diesem historischen Ort wird die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts in ihrer ganzen Dramatik erfahrbar: Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, gerade erst wieder für den Gottesdienst hergerichtet, wurde die alte Versöhnungskirche 1961 eingemauert und lag seitdem unerreichbar im Todesstreifen. Sie wurde zum mahnenden Symbol der Teilung Deutschlands und Europas. Die Kirche wurde 1985 von den Grenztruppen der DDR gesprengt. Nach der Wiedervereinigung erhielt die Versöhnungsgemeinde ihr Kirchengrundstück zur Sakralnutzung zurück und errichtete die Kapelle der Versöhnung. Die Kapelle ist die Gottesdienststätte der Evangelischen Versöhnungsgemeinde und zugleich Teil der Gedenkstätte Berliner Mauer. Hier wird regelmäßig der Todesopfer an der Berliner Mauer gedacht.


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