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DONNERSTAG, 5. JUNI 2014
GESTALTUNG DES LETZTEN TEILBEREICHS DER AUßENAUSSTELLUNG BEGINNT

Ab sofort sind zwei neue Themenstationen der Außenausstellung der Gedenkstätte Berliner Mauer auf dem ehemaligen Grenzstreifen in der Bernauer Straße öffentlich zugänglich: „Beobachten, helfen, schützen: Die Mauer im westlichen Blick“ und „Die Mauer und ihr Fall an der Schwedter Straße“ so die Titel der beiden Stationen im gerade fertiggestellten Erweiterungsteil der Gedenkstätte zwischen Wolliner und Schwedter Straße (D4). „Die neuen Ausstellungsbereiche zwischen Schwedter und Wolliner Straße nehmen die Bedeutung der Berliner Mauer auch für West-Berlin und die West-Berliner Bevölkerung in den Blick und liefern damit eine wertvolle inhaltliche Ergänzung zur bisherigen Ausstellung“, so Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer.

Damit fehlt nur noch ein weiterer Ausstellungsteil zur Fertigstellung der gesamten Außenausstellung der Gedenkstätte. Es handelt sich um den Abschnitt zwischen Brunnen- und Ruppiner Straße (D1), der noch in diesem Jahr gestaltet werden soll. Am heutigen Donnerstag hat Prof. Dr. Axel Klausmeier, gemeinsam mit dem Planungs- und Baukoordinator der Stiftung, Dr. Günter Schlusche, bei einem Rundgang das Konzept für den letzten Bauabschnitt des Außengeländes der Gedenkstätte Berliner Mauer erläutert und die neuen, zuletzt fertig gestellten Themenstationen vorgestellt.

Auf ca. 1.400 m² entlang des denkmalgeschützten ehemaligen Postenweges werden neben konservatorischen Maßnahmen drei neue Themenstation mit acht Infostelen für die Außenausstellung errichtet. Zwei Stationen mit Bildtafeln, Leuchtkästen sowie ein Todeszeichen für Olga Segler komplettieren den Ausstellungsbereich. Künftig können sich Besucher hier über die Themen „Der Westen und die Mauer“, „Fluchthelfer und Tunnelbauer“ und „Die Grenzsoldaten: Aspekte des Dienstalltags“ informieren.

Der letzte Teilabschnitt der Außenausstellung wird im November 2014 anlässlich des 25. Jahrestages des Mauerfalls eröffnet. Damit wird die gesamte Erweiterung der Gedenkstätte im ehemaligen Grenzstreifen kosten- und termingerecht abgeschlossen.

ZITATE ANLÄSSLICH DER FERTIGSTELLUNG DES ERWEITERTEN BEREICHS (D4):

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters:
„Ich freue mich sehr über den Erfolg der Gedenkstätte Berliner Mauer als einem zeitgemäßen Gedenk- und Lernort mit nationaler und internationaler Ausstrahlung. Die jährlich rasant steigenden Besucherzahlen belegen dies nur zu gut. Die Erweiterung der Open-Air-Ausstellung kommt dem großen öffentlichen Interesse an vertieften Informationen zur Berliner Mauer entgegen. Auf dem authentischen Areal im ehemaligen Grenzstreifen der Berliner Mauer, dort, wo sie unmittelbar erfahrbar ist, lässt sich erkennen, wie wichtig die Auseinandersetzung über Diktatur und Demokratie, über Unfreiheit und Freiheit ist. So bleibt die Berliner Mauer für die nachwachsenden Generationen nicht nur abstrakt, sondern ein unmittelbarer Ort der Anschauung. Es ist ein schöner Erfolg, dass wir im 25. Jahr des Falls der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze die Erweiterung der Ausstellung vollenden können.“

Der Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten des Landes Berlin, Tim Renner:
"Die Gedenkstätte Berliner Mauer ist zentraler Bestandteil des Gedenkstättenkonzepts des Landes Berlin. Sie ist in den letzten Jahren zu einem Publikumsmagneten geworden, der die Bedeutung von Zeitgeschichte für Berlin und die Reputation Berlins als Vorbild für angemessenes Gedenken widerspiegelt. Wir freuen uns, diese Entwicklung auch in Zukunft nach Kräften zu unterstützen.“

FAKTEN ZUR AUSSENAUSSTELLUNG DER GEDENKSTÄTTE BERLINER MAUER

Größe:
D1: ca. 1.400 m²
D4: ca. 1.900 m²entlang des ehemaligen, denkmalgeschützten Postenwegs

Bausumme:
D1: ca. 470.000 Euro
D4: ca. 520.000 Euro

Finanzierung:
Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EU-EFRE)
Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen des Landes Berlin / „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“
Die Stiftung Deutsche Klassenlotterie

Projektbeteiligte:
Stiftung Berliner Mauer (Bauherr / Bedarfsträger)
Grün Berlin GmbH (Projektsteuerung)
Sinai.Faust.Schroll.Schwarz, Berlin (Landschaftsarchitektur)
ONarchitektur, Berlin (Ausstellung)
Weidner Händle, Stuttgart (Grafik)

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