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FREITAG, 18. JULI 2014
ROGGENERNTE IM EHEMALIGEN TODESSTREIFEN AUF DEM GELÄNDE DER GEDENKSTÄTTE BERLINER MAUER

Sommerzeit ist Erntezeit, auch inmitten des Berliner Stadtzentrums. Am heutigen Freitag wurde das Roggenfeld auf dem Gelände der Gedenkstätte Berliner Mauer geerntet. Das Kornfeld um die Kapelle der Versöhnung ist bereits seit neun Jahren ein wichtiges Element des Gedenkstättengeländes: Als Symbol des Lebenskreislaufes erfüllt das Getreide den ehemaligen Todesstreifen mit Leben.

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, unterstreicht die Symbolkraft des kleinen Getreideackers: „Das Roggenfeld hat einen Ort der Angst und Gewalt in etwas Lebensspendendes verwandelt. Ein symbolträchtigeres und nachhaltigeres Zeichen könnte man im ehemaligen Todesstreifen kaum setzen.“

Der Roggenanbau ist nicht nur symbolträchtig sondern auch nachhaltig: Das Korn wird von der Versöhnungsgemeinde für die Zubereitung von Brot und Oblaten verwendet. Das anfallende Stroh geht in diesem Jahr an den Pferdehof Kosa in Französisch Buchholz. Die Stiftung Berlin Mauer unterstützt somit nicht nur den Reiterhof sondern sorgt im Sinne einer nachhaltigen Landwirtschaft für eine zweckmäßige Verwendung des bei der Ernte anfallenden Strohs und Körner.

Angebaut, gepflegt und gesät wird das Getreide von der evangelischen Versöhnungsgemeinde in Kooperation mit der Lebenswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin.

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