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FREITAG, 26. SEPTEMBER 2014
NACHBARSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG

Berlin, 20. September 2014 – Rund 15 Freiwillige der Diakonie Deutschland säuberten am heutigen Samstag im Rahmen der „Woche des bürgerschaftlichen Engagements“ die Berliner Mauer im ehemaligen Grenzstreifen auf dem Gelände der Gedenkstätte der Berliner Mauer in der Bernauer Straße. Die bundesweite Aktionswoche unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck hat am 15. September begonnen.

An der Bernauer Straße begrüßten der Präsident der Diakonie Deutschlands, Pfarrer Ulrich Lilie, und der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, die Freiwilligen. Sie entfernten mehrere Stunden lang Graffitis und Verschmutzungen an der östlichen, dem ehemaligen Grenzstreifen zugewandten Seite der Mauer.

Axel Klausmeier erläutert das Ziel der Aktion: „Für uns ist es wichtig, den historischen Ort in der Bernauer Straße als würdigen Ort des Gedenkens zu erhalten. Deshalb freuen wir uns über die tatkräftige Unterstützung seitens der Freiwilligen der Diakonie.“
„Wir wollen mit der Aktion zeigen, dass wir als Mitarbeiter der Diakonie, deren Sitz sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Gedenkstätte Berliner Mauer befindet, sehr bewusst wahrnehmen, wo wir topografisch gelandet sind“, erklärt Pfarrer Ulrich Lilie. „Diese nachbarschaftliche Verantwortung wollen wir wahrnehmen, weil wir uns jeden Tag mit sozialen Fragen und den Folgen von Krieg und Gewalt beschäftigen. Wir müssen die Geschichte in unser Handeln einbeziehen.“

Die dem Westen zugewandte Fläche der „Grenzmauer 75“ diente den im Westen lebenden Menschen zwischen 1961 und 1989 als Leinwand für ihre politischen und kreativen Äußerungen. Die östliche Seite hingegen wurde hell gestrichen, damit Flüchtende besser sichtbar waren.

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