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DONNERSTAG, 27. NOVEMBER 2014
AUßENMINISTER DER ÖSTERREICHISCHEN REPUBLIK, SEBASTIAN KURZ, BESUCHT DIE GEDENKSTÄTTE BERLINER MAUER

Mehrere hochrangige Staatsgäste aus dem Ausland besichtigten die Gedenkstätte im November

Berlin, 27. November 2014 – Heute Mittag besuchte Sebastian Kurz, Außenminister der Österreichischen Republik, die Gedenkstätte Berliner Mauer mit der am 9. November eröffneten Dauerausstellung „1961 | 1989. Die Berliner Mauer“. Am Fenster des Gedenkens, das an die Todesopfer an der Mauer erinnert, legte er einen Blumenkranz nieder. Damit gedachte er auch des Mauertoten Dieter Wohlfahrt, eines österreichischen Staatsbürgers, der in Berlin lebte und nach dem Mauerbau mehreren Menschen zur Flucht nach West-Berlin verhalf. Im Dezember 1961 wurde er von DDR-Grenzpolizisten erschossen. Er war 20 Jahre alt.

Internationale Staatsbesuche rund um den 25. Jahrestag des Mauerfalls

Rund um den 25. Jahrestag des Mauerfalls haben in diesem Monat mehrere hochrangige internationale Staatsgäste die Gedenkstätte Berliner Mauer besucht. Gestern, am 26.11.2014, war Nicholas Clegg, stellvertretender britischer Premierminister, zu Gast und wurde von Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer, über das Außengelände geführt. Am 25.11. zeigte der estnische Parlamentspräsident Eiki Nestor großes Interesse an der Darstellung der Friedlichen Revolution in der neuen Dauerausstellung. Der belgische Premierminister, Charles Michel, wurde am 21.11. von Dr. Maria Nooke, der stellvertretenden Direktorin der Stiftung, geführt. Miklós Németh, der ehemalige ungarische Ministerpräsident (1988-90), nahm am 9.11. als Ehrengast an der zentralen Gedenkveranstaltung von Bund und Land in der Gedenkstätte teil. Der Staatspräsidentin der Republik Litauen, Dalia Grybauskaite, zeigte Prof. Dr. Axel Klausmeier auch die Kapelle der Versöhnung, als sie am 7.11. zu einem Besuch kam. Einen Tag zuvor machte Toomas Hendrik Ilves, Präsident der Republik Estland, einen Kurzbesuch. Und der Präsident der Republik Kolumbien, Juan Manuel Santos, besichtigte die Gedenkstätte und den historischen Ort an der Bernauer Straße am 5. November.

Ein Symbol der Teilung und der Hoffnung

ZITAT von Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer:
„Die vielen Besuche ausländischer Staatsgäste zeigen, dass die Gedenkstätte Berliner Mauer auch international als zentraler Ort für die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Teilung Deutschlands und Europas wahrgenommen wird. Die Berliner Mauer ist im In- wie im Ausland ein Symbol der Teilung, aber auch und gerade der Hoffnung. Sie steht für Repression und die menschenverachtende Haltung von Diktaturen. Und sie steht zugleich für Freiheit und Hoffnung, denn vor 25 Jahren gelang hier eine von friedlichen Menschen gemachte Revolution, die die SED stürzte und schließlich die Mauer zu Fall brachte. Das ist eine wunderbare Botschaft, die unsere Besucher in die Welt tragen.“

ZITATE aus dem Gästebuch der Gedenkstätte Berliner Mauer, November 2014

“Gerade als junger Politiker macht dieser Ort sehr betroffen. Es ist gut zu sehen, was wir überwunden haben und es wird die Aufgabe unserer Generation sein, sicherzustellen, dass wir in Zukunft in Europa nicht neue Grenzen errichten.“
Gez. Sebastian Kurz
“Thank you for this extraordinary impressive and educative installation.”
Gez. Nicholas Clegg
„Müürid maha!“ („Nieder mit Mauern!“ auf estnisch)
Gez. Eiki Nestor
„Ce moment de l’histoire montre la force irrésistible de la liberté des femmes et des hommes.“ („Dieser Moment in der Geschichte zeigt die unwiderstehliche Kraft der Freiheit für Frauen und Männer.“)
Gez. Charles Michel
“The walls fall because of people’s will and dreams for freedom.”
Gez. Dalia Grybauskaite

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