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MONTAG, 12. JANUAR 2015
NEUER BESUCHERREKORD DER STIFTUNG BERLINER MAUER IM JAHR 2014: ÜBER EINE MILLION BESUCHERINNEN UND BESUCHER

Berlin, 9. Januar 2015 – Mit rund 1.055.000 Besuchern im vergangenen Jahr erreichte die Stiftung Berliner Mauer mit den Standorten Gedenkstätte Berliner Mauer und Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde einen neuen Besucherrekord. Durchschnittlich haben 2014 fast 2.900 Menschen pro Tag diese beiden historischen Orte von Mauer und Teilung in Berlin besucht. Damit sind die Besucherzahlen der Stiftung kontinuierlich und sehr deutlich gestiegen (2012: 700.000; 2013: 850.000; 2014: 1.055.000).

Über eine Million Menschen besuchten die Gedenkstätte Berliner Mauer

In dem Jahr, in dem der 25. Jahrestag des Mauerfalls gefeiert und die neue Dauerausstellung „1961 | 1989. Die Berliner Mauer“ im Dokumentationszentrum der Gedenkstätte Berliner Mauer eröffnet wurde, strömten über eine Million Besucherinnen und Besucher (1.040.000) aus aller Welt zur Gedenkstätte und ihrer Außenausstellung an der Bernauer Straße. Diese zählt damit weiterhin zu den meistbesuchten Gedenkstätten der Hauptstadt.

Mehr als eine Stunde: Beschäftigung mit der Geschichte der Mauer und Teilung

Die Besucherbefragungen, die seit 2009 regelmäßig durchgeführt werden, zeigen, dass sich die Besucher Zeit nehmen: Zwei Drittel der Besucher verbringen mindestens eine Stunde oder mehr Zeit an der Gedenkstätte. Die durchschnittliche Verweildauer ist von 34 Minuten (2009) auf inzwischen 67 Minuten gestiegen. Darin spiegelt sich auch das wachsende Angebot der Gedenkstätte, das von Besuchern gut angenommen wird. Neben der neuen Dauerausstellung ist die Außenausstellung im ehemaligen Grenzstreifen im letzten Jahr auf über 4,4 Hektar erweitert und fertiggestellt worden.

Ein Ort für alle: Besucher aus dem In- und Ausland, aus West und Ost, jung und alt
Die meisten Besucher der Gedenkstätte (59 %) kamen aus Deutschland. Bei den internationalen Besuchern liegen die Westeuropäer mit insgesamt 27 % vorne. Die Briten stellen mit über 5 % die am stärksten vertretene Nationalität aus dem Ausland dar. Aus Osteuropa kamen 4 % der Besucher, mit steigender Tendenz (2013: 2 %). Was die innerdeutsche Herkunft der Besucher betrifft, so kamen 84 % aus westdeutschen Bundesländern (ohne Berlin) und 74 % sind in den alten Bundesländern sozialisiert worden. Der Anteil der Besucher aus den ostdeutschen Bundesländern (ohne Berlin) liegt bei 16 % (2009: 13 %) und entspricht damit ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung. Der Anteil der Besucher, die in den neuen Bundesländern sozialisiert wurden, hat seit 2009 (19 %) zugenommen und lag 2014 bei 24 %. Das Durchschnittsalter der Besucher liegt bei 45 Jahren. Twens stellen mit 21 % die stärkste Altersgruppe dar, doch insgesamt sind alle Altersgruppen an der Gedenkstätte Berliner Mauer gut vertreten. Bemerkenswert ist, dass 45 % der Besucher sonst eher selten (nie, selten oder höchstens dreimal pro Jahr) Museen besuchen. Ihr Anteil hat seit 2009 (43 %) leicht zugenommen und belegt, dass die Beschäftigung mit der deutschen Teilung breite Teile der Bevölkerung interessiert und die Angebote der Gedenkstätte zugänglich und verständlich sind.

Besucherrekord in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde
Einen gewaltigen Sprung bei den Besucherzahlen machte die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde, die 2014 erstmals über 15.000 Besucher zählte. Damit stiegen die Besucherzahlen um ein Drittel (2013: 11.200 Besucher). Zurückzuführen ist dies auf das große Interesse an der Ausstellung „Risiko Freiheit – Fluchthilfe für DDR-Bürger 1961–1989“, die im August eröffnet wurde (noch bis Ende Juni).

ZITAT
Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer:

„Für unsere Erinnerungsarbeit sind die hohen und stetig wachsenden Besucherzahlen Freude und Ansporn zugleich. Der Besucherzuspruch macht deutlich, wie groß das Interesse an den Themen Demokratie und Diktatur, Menschenrechte und Freiheit ist. Die Gedenkstätte Berliner Mauer ist der zentrale Ort für eine Auseinandersetzung mit der Teilung Berlins und diesen Themen. Die vielen Besucher aus dem Ausland zeigen zudem, dass die Gedenkstätte auch international als ein Ort des Gedenkens und der Hoffnung gilt, der die Botschaft einer geglückten Friedlichen Revolution in die Welt trägt.“

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