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MITTWOCH, 25. FEBRUAR 2015
SCHWEDISCHER MINISTERPRÄSIDENT STEFAN LÖFVEN BESUCHT DIE GEDENKSTÄTTE BERLINER MAUER

Berlin, 25. Februar 2015 – Der Ministerpräsident von Schweden, Stefan Löfven, besuchte heute gemeinsam mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße. Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer, stellte die Gedenkstätte und den historischen Ort bei einem Rundgang über die Außenausstellung im ehemaligen Grenzstreifen vor.

An der Nachzeichnung des „Tunnels 57“ in der Nähe der Strelitzer Straße trafen Ministerpräsident Stefan Löfven und der Regierende Bürgermeister Michael Müller mit Ralph Kabisch zusammen, einem ehemaligen Fluchthelfer. Er war Mitglied einer studentischen Fluchthelfergruppe, die an der Bernauer Straße einen Tunnel grub, durch den im Oktober 1964 57 Menschen von Ost- nach West-Berlin fliehen konnten. Dann wurde der Tunnel verraten und die Fluchthelfer von der Stasi entdeckt. Ralph Kabisch, der 2012 mit dem Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde, berichtete dem schwedischen Ministerpräsidenten und dem Berliner Regierenden Bürgermeister von seinen Erinnerungen an die waghalsigen Fluchtaktionen an der Bernauer Straße.

Anschließend besichtigten Ministerpräsident Stefan Löfven und Bürgermeister Michael Müller das nationale Denkmal der Gedenkstätte Berliner Mauer, das der Erinnerung an die Teilung der Stadt und dem Gedenken an die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft gewidmet ist. An der Hinterlandmauer steckten der schwedische Ministerpräsident und der Regierende Bürgermeister rote Rosen in die Mauerritzen. Mit dieser Geste durchbrachen sie erneut symbolisch die Mauer und gedachten dabei der vielen Maueropfer. Der seit Oktober 2014 amtierende Ministerpräsident Stefan Löfven trug sich dann in das Gästebuch der Gedenkstätte ein.

ZITAT aus dem Gästebuch der Gedenkstätte Berliner Mauer
“We remember and honour all those who lost their lives in the pursuit of freedom.“
Gez. Stefan Löfven

ZITAT von Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer:
„Die Berliner Mauer ist im In- wie im Ausland ein Symbol der Teilung Deutschlands und Europas. Sie steht für Repression und die menschenverachtende Haltung von Diktaturen. Sie verdeutlicht, dass Freiheit und Demokratie nicht selbstverständlich sind, aber friedlich erreicht werden können. Das ist eine wunderbare Botschaft, die unsere Besucher in die Welt tragen.“


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