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MONTAG, 9. NOVEMBER 2015
26. JAHRESTAG DES MAUERFALLS AM 9. NOVEMBER

Berlin, 9. November 2015 – Anlässlich der heutigen Gedenkveranstaltung in der Bernauer Straße legten die Bürgermeisterin von Berlin, Dilek Kolat, und der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland, gemeinsam mit zahlreichen Zeitzeugen sowie rund 260 weitern Gästen aus Politik und Gesellschaft bunte Rosen in die Hinterlandmauer. Die Rosen stehen als Symbol für den Widerstand und das friedliche Durchbrechen der Mauer. Nach einer Andacht in der Kapelle der Versöhnung wurden in Erinnerung an die Ereignisse vom Herbst 1989 Kerzen am nationalen Denkmal der Gedenkstätte Berliner Mauer entzündet.

Prof. Dr. Axel Klausmeier, Direktor der Stiftung Berliner Mauer, erläutert die Bedeutung des Jahrestages: „Auch wenn wir in diesem Jahr kein Jubiläum begehen, sind Gedenktage wie der heutige enorm wichtig, um bedeutende Daten im öffentlichen Bewusstsein zu halten. Das Weltereignis der friedlichen Überwindung der Mauer ist mehr denn je ein Symbol des menschlichen Verlangens nach Freiheit. Der Wert von Freiheit und Demokratie hat nicht an Aktualität verloren – im Gegenteil, er ist gerade heute allgegenwärtig.“

„Der heutige Tag und Fall der Berliner Mauer erinnern uns an den erfolgreichen Widerstand und an die Sehnsucht der Bürger nach echter Freiheit. Und wir erinnern uns an die unzähligen Menschen, die im Schatten dieser Mauer ihr Leben für diese Freiheit riskiert und verloren haben“, betonte der ungarische Theologe Prof. Dr. Fazakas in seiner Ansprache zum Thema „Erinnerung und Versöhnung“ bei der Andacht.

Mehr als 100 Jugendliche aus Norwegen und dem Elsaß sowie rund 100 SchülerInnen aus Berlin und Brandenburg nahmen ebenfalls an der diesjährigen Gedenkveranstaltung teil. An sie richtete sich HiIdigund Neubert, Vorsitzende des Bürgerbüro e.V., mit ihren Worten über die Bedeutsamkeit der Erfahrungen von 1989 ganz besonders: „Wenn Menschen etwas wirklich wollen, hält sie nicht einmal ein kilometertief gestaffeltes Grenzregime mit Sperrzonen und sogar mit Schießbefehl auf.“



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Kontakt: Hannah Berger
Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 111 | 13355 Berlin
Tel. 030 / 467 9866 61 | E-Mail: presse@stiftung-berliner-mauer.de

Pressemitteilung [PDF, 230,00 KB]