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DIENSTAG, 28. JULI 2009
ROGGENERNTE AUF EHEMALIGEM TODESSTREIFEN

Dort wo die Mauer stand wächst ein Getreidefeld rund um die Kapelle der Versöhnung

Seit fünf Jahren wird auf dem Gelände der Kapelle der Versöhnung im Bereich der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße Roggen angebaut. In diesem Jahr stehen etwa 0,2 ha. Tausende Besucher sind durch das wogende Feld im Todesstreifen der Berliner Mauer geschritten und werden das auch in Zukunft tun können. Viele haben sich von diesem symbolträchtigen Zeichen von Werden und Vergehen anregen lassen.

Die Gedanken blieben nicht bei den unmenschlichen Auswirkungen des Mauerbaues stehen, denn das Getreidefeld ist auch ein Zeichen für die Überwindung der Vergangenheit. Manchem Besucher erscheint die Situation fast zu friedlich und harmonisch, wenn er aus dem Dokumentationszentrum Berliner Mauer kommt. Aber nach der Ernte Ende Juli und jeweils zum Jahrestag des Baus der Berliner Mauer am 13. August sieht das abgeerntete Feld so aus wie damals, als hier noch der Todesstreifen war. Das Getreide reift, es wird geerntet und danach wird das Feld wieder neu bestellt. Das ist der ewige und für uns Menschen lebensnotwendige Kreislauf von Säen, Werden und Vergehen. Die Ernte ist ein Höhepunkt.

am 28. 7. 2009 wird ab 11 Uhr das Getreide geerntet
Kapelle der Versöhnung, Bernauer Straße 4, 10115 Berlin

Das Roggenfeld ist ein Kunstprojekt der Evangelischen Versöhnungsgemeinde/Berlin-Wedding nach einer Idee von Michael Spengler/denkwerk und in Kooperation mit der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin

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