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MONTAG, 9. NOVEMBER 2009
20 JAHRE NACH DEM MAUERFALL WIRD BESUCHERZENTRUM ERÖFFNET

Pfarrer Manfred Fischer von der Versöhnungsgemeinde, Initiator der Gedenkstätte und Vorsitzender des Trägervereins, erinnerte daran, dass die Mauer wie eine Gefängnismauer gegen die Menschen in der DDR gerichtet war. Durch den Mauerfall sei die in Ost und West gespaltene Welt eins geworden. „Das ist kein Märchen“, so Fischer, „das ist wirklich geschehen“. In der Bernauer Straße könne man Reste der Mauer anfassen, den Weg der Grenzposten gehen und Geschichte spüren.An dem Denkmal für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft wurden anschließend Kerzen entzündet, in Erinnerung an den Herbst 1989. Danach führten Klanginstallationen mit den Geräuschen der damaligen Mauerspechte zum neuen Besucherzentrum der Gedenkstätte. Gegenüber dem S-Bahnhof Nordbahnhof, an der Ecke Bernauer- / Gartenstraße, erhalten die Besucher künftig eine erste Orientierung für die geplante Open-Air-Ausstellung auf dem ehemaligen Mauerstreifen. Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Kulturstaatsminister Bernd Neumann haben mit dem Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Dr. Axel Klausmeier, das Besucherzentrum eröffnet, in dem sie gemeinsam symbolisch ein Band am Eingang durchschnitten haben.

Wowereit sprach sich im Zusammenhang mit beiden deutschen Diktaturen gegen eine Schlussstrich-debatte aus. Neumann forderte, dass die Geschichte der deutschen Teilung nachfolgenden Generationen vermittelt wird. Stiftungsdirektor Klausmeier wünscht dem neuen Haus wie der Gedenkstätte viele Besucherinnen und Besucher aus Berlin, aus der Region und aus aller Welt. Besucher, die über das Gesehene und Erfahrene reflektieren, aber sich auch emotional von den hier kennengelernten Schicksalen und der Geschichte anrühren lassen.

Am 15. November 2009 wird das neue Besucherzentrum von 12:00 bis 17:00 Uhr bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt. Ab dem 1. Dezember ist es für die Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich.

Das Besucherzentrum wird der zentrale Wegweiser zu allen Elementen der erweiterten Gedenkstätte sein. Hier werden die Grundinformationen darüber gegeben, was einen auf dem Gelände mit der künftigen Außenausstellung erwartet, von hier aus werden die Besucher auch an die einzelnen Elemente der Gedenkstätte mit ihren vertiefenden Angeboten verwiesen. Hier soll die Vernetzung zu den übrigen Erinnerungsorten in Berlin aufgezeigt werden und hier wird ein kurzer Einführungsfilm zur Geschichte von Mauer und Teilung gezeigt. In das neue Besucherzentrum wird auch der Buchladen mit seinem breiten Angebot an Fachliteratur umziehen.

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