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DONNERSTAG, 3. JANUAR 2019
MEHR ALS 8 MILLIONEN BESUCHERINNEN UND BESUCHER SEIT 2009

Berlin, 3. Januar 2019 – Die Stiftung Berliner Mauer zieht zehn Jahre nach ihrer Gründung positive Bilanz: Mehr als 8 Millionen Menschen besuchten die historischen Gedenk-, Erinnerungs- und Lernorte der Stiftung, seit diese am 1. Januar 2009 ihre Arbeit aufgenommen hat. Die Gedenkstätte Berliner Mauer verzeichnet mit mehr als 1,1 Millionen Besucherinnen und Besuchern 2018 einen neuen Besucherrekord.
Die Stiftung wird seit 2009 mit Mitteln des Landes Berlin und des Bundes in Höhe von derzeit rund 3,6 Millionen Euro jährlich gefördert. Neben der Gedenkstätte Berliner Mauer und der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde gehören die Gedenkstätte Günter Litfin (seit August 2017) und die East Side Gallery (seit November 2018) zur Stiftung.
Mit rund 1.120.000 BesucherInnen kamen im letzten Jahr 164.000 Menschen mehr als im Vorjahr (2017: 956.000) in die Gedenkstätte Berliner Mauer. In der Erinnerungs¬stätte Notaufnahmelager Marienfelde blieben die Besucherzahlen mit 10.100 BesucherInnen konstant. Die Gedenkstätte Günter Litfin besuchten 2018 mehr als 7.000 Menschen. Die Stiftung erreichte mit ihrem Bildungsangebot 2018 rund 74.000 Teilnehmende aller Altersstufen. Das Angebot umfasst sowohl Führungen als auch Seminare, Projekttage und Zeitzeugengespräche. Allein an den insgesamt 3.302 Führungen an allen vier Standorten nahmen mehr als 67.000 Menschen teil. Rund 70% der Führungen wurden in deutscher, ca. 30% in anderen Sprachen durchgeführt.

Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, sagt:
„Die ersten zehn Jahre des Bestehens der Stiftung Berliner Mauer sind eine Erfolgsgeschichte. Die Arbeit der Stiftung strahlt weit über die Berliner Museums- und Gedenkstättenlandschaft hinaus aus. Bernauer Straße und Notaufnahmelager Marienfelde sind authentische Orte. Hier wird Erinnerung nachfühlbar, besonders für Menschen, die von der Geschichte ganz persönlich betroffen sind. Wir sind dankbar, dass es mit der Gedenkstätte Berliner Mauer einen zentralen Ort gibt, an dem wir an den Jahrestagen von Mauerbau und Maueröffnung der Opfer würdig gedenken können. Ich beglückwünsche die engagierten Mitarbeitenden der Stiftung, die sehr wesentlich zu ihrem Erfolg beigetragen haben, und danke für ihre unverzichtbare Arbeit.“

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, betont:
„Die Stiftung Berliner Mauer hat sich mit ihren historischen und authentischen Gedenk- und Lernorten als äußerst wichtiger Partner bei der Aufarbeitung der SED-Diktatur etabliert.
Die konstant hohen Besucherzahlen belegen das ungebrochene Interesse an den Themen Diktatur und Widerstand, Demokratie, Unfreiheit und Freiheit - auch im 30. Jahr des Mauerfalls. Es ist wichtig, dass gerade junge Menschen die Chance wahrnehmen, sich ein Bild von den Hintergründen und Auswirkungen der Teilung Berlins, Deutschlands und Europas zu machen. Die Stiftung leistet hier in anschaulicher, nachdenklicher und sensibler Weise wertvolle Erinnerungs- und Bildungsarbeit. Sie ist auf diesem Feld zu einer Institution mit internationaler Ausstrahlung geworden.“

Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Prof. Dr. Axel Klausmeier, unterstreicht:
„Alle historischen Orte, die heute zur Stiftung Berliner Mauer gehören, sind aus bürgerschaftlichem Engagement entstanden. So unterschiedlich diese Orte konnotiert sind, sie ermöglichen uns heute eine einzigartige Vielschichtigkeit und Tiefe in der Betrachtung der Berliner Mauer. Dafür bin ich allen damaligen Akteurinnen und Akteuren dankbar. Unsere Aufgabe ist es, dieser Vielfalt der Perspektiven auch in Zukunft Ausdruck zu verleihen.“

Pressemitteilung [PDF, 220,00 KB]