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DONNERSTAG, 29. JULI 2010
HEUTE, DONNERSTAG, 29. JULI 2010: SIE KÖNNEN DABEI SEIN, ROGGENERNTE IM EHEMALIGEN TODESSTREIFEN DER BERLINER MAUER

Seit sechs Jahren wird auf dem Gelände der Kapelle der Versöhnung, im Bereich der Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße Roggen angebaut. In diesem Jahr stehen wieder etwa 0,2 ha. Zehntausende Besucher sind auch im vergangenen Jahr durch das wogende Feld im Todesstreifen der Berliner Mauer geschritten, der Bundespräsident hatte zu Erntedank 2009 bei der Aussaat symbolisch mit Hand angelegt. Nach dem weiteren Ausbau der Gedenkstätte an der Bernauer Straße, wird zum 50. Jahrestag des Baus der Berliner Mauer (2011) das Roggenfeldfeld um die Kapelle der Versöhnung Teil dieser Erweiterung und der Gestaltung sein , eine Metapher für die Kultivierung des Geländes des Todesstreifens und seiner Aneignung durch die Versöhnungsgemeinde seit 1989.

Viele Besucher lassen sich von diesem symbolträchtigen Zeichen ein Roggenfeld im Zentrum Berlins anregen, das Getreidefeld ein Zeichen für die Überwindung der Vergangenheit, „Rückkehr des Lebens in die Zone des Todes“. Manchem Besucher erscheint die Situation fast zu friedlich und harmonisch. Aber nach der Ernte, Ende Juli und jeweils kurz vor dem 13. August, dem Jahrestag des Baus der Berliner Mauer, zeigt das abgeerntete Feld die „leere Wüste“ der Jahre, als hier noch der Todesstreifen und die Mauer brachial, über Häuser, Friedhöfe, Kirchen und das Leben der Menschen gezogen war.

Das Getreide reift, es wird geerntet und danach wird das Feld wieder neu bestellt. Das ist der ewige und für uns Menschen lebensnotwendige Kreislauf von Säen, Werden und Vergehen. Die Ernte ist ein Höhepunkt.

Für Kleintierfreunde und Pferdehalter: Wir geben Stroh ab. Bitte an der Kapelle melden, Di.-Sa. 10.00-16.00 Uhr

Kapelle der Versöhnung, Bernauer Strasse 4, 10115 Berlin (Einm. Hussitenstr.)

Pressemitteilung pdf [PDF, 160,00 KB]