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MITTWOCH, 29. SEPTEMBER 2010
AUSSTELLUNG ZUM SCHÜLERWETTBEWERB „20 JAHRE DEUTSCHE EINHEIT“ WIRD ERÖFFNET

Dr. Axel Klausmeier, der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der eingereichten Arbeiten: „Die Schülerinnen und Schüler haben gezeigt, dass die Beschäftigung mit dem Thema, das von vielen als zunächst für sie gar nicht so relevant eingestuft wurde, Erstaunliches hervorbringen kann. Die vielgestaltigen Arbeiten offenbaren einen jungen, unverstellten Blick auf die jüngere deutsche Zeitgeschichte und beweisen eine tiefgehende Auseinandersetzung mit historischen
Fragestellungen.“
So entwickelten die Schüler/innen der 11c der Bertha-von-Suttner-Oberschule, die direkt an der ehemaligen Grenze zwischen Ost- und West-Berlin liegt, einen Fragebogen mit fünf Leitfragen und führten mit Lehrern ausführliche Interviews zur Wettbewerbsfrage „Wächst zusammen, was zusammengehört?“. Der Wahlpflichtkurs Darstellendes Spiel des 10. Jahrgangs der Gustav-Heinemann-Oberschule begeisterte mit seiner Theatercollage „Reflexionen über die Mauer“. Die Schüler/innen erforschten, was Ost- und Westdeutsche in den Jahren der Teilung eigentlich übereinander wussten und befragten ihre Familien. Mit ihren Erkenntnissen schufen sie ein Schauspiel, das zum Nachdenken anregen möchte. Die Klasse 11b des Canisius-Kollegs Berlin lieferte eine ganze Bandbreite von Arbeiten, von Zeitzeugeninterviews zur Geschichte der Versöhnungskirche über Presserecherchen und Ad-hoc-Interviews zur internationalen Bewertung der Wiedervereinigung Deutschlands bis hin zur fotografischen Inszenierung gängiger Vorurteile über Ost und West.
Der Profilkurs Geschichte der 11. Klasse des Immanuel-Kant-Gymnasiums Berlin dagegen untersuchte anhand von Beispielen aus Architektur, Schlager und Sprache, woran man das „Zusammenwachsen“ erkennen kann. Die Schüler/innen des Kurses Gesellschaftswissenschaften der 11. Klasse des
Evangelischen Gymnasiums Neuruppin beschäftigten sich mit der Wettbewerbsfrage „Überall nur blühende Landschaften?“. Sie stellten aktuelle selbst aufgenommene Fotos markanter Gebäude der Stadt historischen Aufnahmen vor der Wiedervereinigung gegenüber. Schüler/innen der 9. und 11. Klasse des Leonardo-da-Vinci-Campus Nauen inszenierten das Theaterstück „Sonnenallee“ und legten mit Museums- und Gedenkstättenbesuchen, Workshops und Schreibwerkstätten den Grundstock für ein eigenes Buch. Ein weiterer Beitrag aus Brandenburg ist die Theatercollage „Ich will…!“ der Schüler/innen der Stufen 9 bis 12 des Ernst-Haeckel-Gymnasiums Werder. Alle diese Arbeiten sind in der Sonderausstellung zu sehen.

Öffnungszeiten: Di – So 10:00 – 18:00 Uhr

Pressekontakt:
Judith Bilger, Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde – Stiftung Berliner Mauer
Email
Telefon: 030.75 00 84 00

Pressemitteilung [PDF, 230,00 KB]
Begleitprogramm zur Ausstellung [PDF, 80,00 KB]