Sie sind hier: Startseite | Presse

MONTAG, 8. AUGUST 2011
ERINNERUNGSZEICHEN FÜR DIE TODESOPFER AN DER BERLINER MAUER

Nachweislich gab es mindestens 136 Todesopfer an der Berliner Mauer, die nicht nur West-Berlin von Ost-Berlin teilte, sondern auch das Berliner Umland vom heutigen Land Brandenburg. Den Todesopfern in diesen Gebieten am Stadtrand werden in diesem Projekt Erinnerungszeichen als Informationsstelen gewidmet. Sie markieren, soweit das möglich ist, den Ort des Geschehens und bieten Grundinformationen über die einzelnen Todesopfer. Gestalterisch korrespondieren die Erinnerungszeichen mit den bereits am Mauerweg errichteten Informationsstelen.

Insgesamt werden 29 Standorte für 50 Todesopfer realisiert. Zu jedem Standort gehört ein Ensemble aus zwei Stelentypen:

- Eine orange Stele mit Signalwirkung im oft unübersichtlichen Gelände, auf der Informationen zur Berliner Mauer sowie zu allen Todesopfern gegeben werden, ergänzt durch ein Luftbild vom Ort mit der Einzeichnung vom Verlauf des Fluchtweges, dem Tatort und dem Standort der Gedenkzeichen.
- Eine kleinere in grau/schwarz gehaltene Stele mit einem Portraitfoto des oder der Toten und einer Kurzbiographie.
- Soweit es sinnvoll und möglich ist, wird an einem Standort an mehrere Todesopfer erinnert.

Die zukünftig geplante Gestaltung der Erinnerungszeichen am innerstädtischen Mauerverlauf zwischen Ost- und West-Berlin erfolgt auf Grund der weit größeren Dichte von Ereignissen innerhalb der Geschichtsmeile mit entsprechenden Tafeln an ausgewählten Orten, wo in der Regel an mehrere Todesopfer gleichzeitig erinnert werden soll.

Projektträger ist die Stiftung Berliner Mauer in enger Zusammenarbeit mit Grün Berlin und dem Förderverein der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde. Grundlage für die Errichtung der Erinnerungszeichen sind die Ergebnisse des Forschungsprojektes zu den Todesopfern an der Berliner
Mauer, das die Gedenkstätte Berliner Mauer und das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam durchgeführt haben. Die ausführlichen Biographien sind in deutsch und englisch publiziert.

Kontakt Projektleitung: Dr. Maria Nooke, Stiftung Berliner Mauer
nooke@berliner-mauer-gedenkstätte, Tel. 030 467 9866-63