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FREITAG, 14. OKTOBER 2011
EINLADUNG ZUR AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG „BERLINER MAUER. 1987 BIS 1990“ - EINE FOTOAUSSTELLUNG VON ROBERT CONRAD

In der Ausstellung sind 34 besonders aussagekräftige Motive des Fotografen Robert Conrad zu sehen, die aus einem Zyklus von ca. 5000 Fotografien von allen Abschnitten der Berliner Mauer ausgewählt wurden. Die Aufnahmen entstanden im Verlauf weniger Monate von November 1989 bis Dezember 1990 als systematische fotografische Bestandsaufnahme der insgesamt 155 km langen Grenzbefestigung rund um das damalige Westberlin. Einige wenige Fotografien hatte Robert Conrad bereits 1987 und 1988 illegal im damaligen Ostberlin aufgenommen. Die Arbeiten wurden jetzt nach mehr als 20 Jahren gesichtet und technisch aufgearbeitet und werden in der Gedenkstätte Berliner Mauer erstmals gezeigt.

Die in dieser Ausstellung präsentierten Motive laden ein, die Berliner Mauer als das Symbol des Kalten Krieges noch einmal zu besichtigen. In den Monaten nach ihrer Öffnung und während ihrer Zerstörung war sie erstmals und zugleich letztmalig in ihren zahllosen technischen Details öffentlich sichtbar. Es war eine Zeit lang möglich, die brutalen, lückenlosen Bauanlagen des „Eisernen Vorhangs“ als gesamtes System nachzuvollziehen: All diese obskuren städtebaulichen Strukturen, diese Barrieren und Schneisen im Stadtbild, die Betonsegmente, Gitterroste und Gräben - oft direkt an die Häuser in Ost- und Westberlin grenzend. Die erschütternde, Tod verheißende Bedeutung, die jeder Quadratmeter dieser Schreckenszone besaß, die dumpfe Alltäglichkeit mit ihren Spuren jahrzehntelanger Flickschusterei und die banalen Sprüche, welche die Posten in die Wände der Wachtürme gekratzt hatten, bilden die Motive dieser Ausstellung.

20 Jahre nach dem Fall der Mauer sind ihre Spuren weitestgehend aus dem Berliner Stadtbild verschwunden. Nur an wenigen Stellen ist es heute noch möglich, eine gewisse Vorstellung von den damaligen Verhältnissen zu bekommen. Die Ausstellung „Berliner Mauer. 1987 bis 1990“ bietet dem Betrachter eine Hilfestellung, um Geschichte zu erfahren. Robert Conrad ist es in seinen Fotografien gelungen, die den Grenzanlagen eigene Ästhetik des Schreckens und der Trostlosigkeit fotografisch umzusetzen.

Fotoabzüge (C-Prints) vom Kleinbildformat, digitale Retusche, Format der Abzüge: 24cm x 36cm, hinter Glas und mit Passepartout gerahmt, Rahmenaußenmaße: ca. 40cm x 50cm.

Dauer der Ausstellung: 19. Oktober 2011 bis 28. Februar 2012

Dienstag, 18. Oktober 2011, um 19.30 Uhr
Besucherzentrum Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 119, 13355 Berlin

Flyer [PDF, 500,00 KB]

Text als pdf [PDF, 160,00 KB]

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