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MITTWOCH, 14. MÄRZ 2012
„ABSICHERUNG RICHTUNG WESTBERLIN“ – STASI-STRATEGIEN GEGEN FLUCHTTUNNEL GESPRÄCH MIT ZEITZEUGEN UND LESUNG AUS STASI-AKTEN

„Absicherung Richtung Westberlin“ – Stasi-Strategien gegen Fluchttunnel
Gespräch mit Zeitzeugen und Lesung aus Stasi-Akten

Wie versuchte die DDR-Führung Fluchtpläne durch Tunnel zu verhindern? Welche Methoden und Strategien, technischen Anlagen und Geräte wurden dabei eingesetzt?
Am Beispiel des Grenzabschnitts an der Bernauer Straße wird über die Verhinderung von Tunnelfluchten mit geheimdienstlichen Methoden informiert und im Gespräch mit betroffenen Zeitzeugen die Vorgehensweise konkretisiert. Die Erfahrungen eines Tunnelbauers (Dr. Hans Lechermann) und eines Flüchtlings (Bernhard Groeschke) werden dabei den Berichten aus den Stasi-Unterlagen über die Verhinderung ihres Tunnels gegenübergestellt.

Für die SED-Führung waren erfolgreiche Fluchten über die militärisch gesicherten Grenzanlagen der Berliner Mauer ein besonderes Ärgernis. Schon 1962 wurden in Berlin sogenannte „tunnelgefährdete Gebiete“ ausgewiesen, zu denen auch der Abschnitt an der Bernauer Straße zählte. Allein in der Bernauer Straße gelang 89 Menschen zwischen 1961 und 1989 die Flucht durch einen Tunnel. Heute sind auf dem Gelände der Gedenkstätte Berliner Mauer die Verläufe von vier ehemaligen Fluchttunneln und einem Stasi-Gegentunnel nachgezeichnet. Die Grabungen von Fluchttunneln führten zu umfangreichen Abwehrmaßnahmen, die nicht nur von Grenztruppen, sondern auch von Spezialeinheiten des Ministeriums für Staatssicherheit gesteuert wurden. Zahlreiche Tunnelprojekte wurden so bereits vor ihrer Vollendung entdeckt.

Datum: Donnerstag, 15. März 2012, 19.00 Uhr
Ort: Besucherzentrum Gedenkstätte Berliner Mauer,
Bernauer Straße 119, 133355 Berlin

Begrüßung: Dr. Helge Heidemeyer, BStU / Stiftungsrat Stiftung Berliner Mauer
Einführung: Dr. Maria Nooke, Gedenkstätte Berliner Mauer
Zeitzeugengespräch mit Dr. Hans Lechermann (Tunnelbauer) und Bernhard Groeschke (Flüchtling)
Lesung aus Stasi-Unterlagen: Helmut Büscher

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU) statt.

Eintritt frei, barrierefrei zugänglich

PM als pdf [PDF, 70,00 KB]

Pressekontakt:
Hannah Berger
Gedenkstätte Berliner Mauer, Bernauer Straße 111, 13355 Berlin
Tel. 030 / 467 9866 61
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