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DIENSTAG, 24. JULI 2012
SYMBOLTRÄCHTIGES FELD IM EHEMALIGEN TODESSTREIFEN – ROGGENERNTE AN DER KAPELLE DER VERSÖHNUNG IN DER BERNAUER STRAßE

Unter den Augen zahlreicher interessierter Besucher der Gedenkstätte Berliner Mauer wurde heute der Roggen auf dem Feld rund um die Kapelle der Versöhnung geerntet. Bereits seit sieben Jahren wird hier, im ehemaligen Todesstreifen an der Bernauer Straße, auf dem heutigen Gelände der Gedenkstätte Berliner Mauer, Roggen angebaut. Der Direktor der Stiftung Berliner Mauer, Dr. Axel Klausmeier, schätzt das Roggenfeld als wichtigen Teil des Außengeländes der Gedenkstätte: „Mit dem Roggenfeld konnte der ehemalige Todesstreifen in etwas Lebensspendendes von großer Symbolkraft umgewandelt werden.“

Der Roggenanbau ist nicht nur symbolträchtig, sondern auch nachhaltig: Nach der Ernte wird der Roggen von der Versöhnungsgemeinde für die Zubereitung von Brot und Oblaten verwendet.
Roggenanbau und –ernte werden dabei in Kooperation mit der Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin durchgeführt. Wilfried Hübner von der Fakultät sagt: „Ein besseres Zeichen kann man im ehemaligen Todesstreifen nicht setzen.“ In diesem Jahr haben zwei Studenten der Agrarwissenschaften das Projekt begleitet: Für eine Forschungsarbeit beobachten und dokumentieren sie den Roggenanbau über ein Jahr lang kontinuierlich jede Woche.

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