DO, 20.06.2019 - 18:00 UHR
Lizenz zum Spionieren – Alliierte Militärmissionen in Potsdam

Die drei west-alliierten Militärverbindungsmissionen (MVM) gehörten in der Zeit des
Kalten Krieges zum Stadtbild Potsdams. Von ihren dortigen Hauptsitzen starteten die
MVM in Fahrzeugen mit besonderen Kennzeichen ihre Erkundungstouren durch die
DDR. Ziel war es, vor allem das militärische Potenzial des Gegners aufzuklären. Die
sowjetische MVM war im Gegenzug zu Erkundungsfahrten in der Bundesrepublik
berechtigt. Auf die Aufgaben und Rechte der Missionen hatten sich die vier Siegermächte in Nachkriegsabkommen verständigt. Überschreitungen und Zwischenfälle gab es im Laufe der Jahrzehnte jedoch auf beiden Seiten.
Nach einem einführenden Kurzvortrag über die Militärverbindungsmissionen geben vier ehemalige MVM-Angehörige Einblicke in die alltägliche Praxis mit der Lizenz zum Spionieren.

Einführungsvortrag: Söhnke Streckel, Journalist und Autor
Podiumsgespräch mit den Zeitzeugen Nigel Dunkley (Großbritannien), Lawrence Kelley
(USA), Daniel Pasquier (Frankreich) und Sergei Savchenko (Russland)
Moderation: Dr. Jörg Morré, Direktor Deutsch-Russisches Museum Berlin-Karlshorst

ORT:
Potsdam Museum - Forum für Kunst
und Geschichte
Am Alten Markt 9, 14467 Potsdam

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.

In Kooperation mit dem AlliiertenMuseum, dem Deutsch-Russischen Museum Berlin-Karlshorst und dem Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam




Einladungskarte [PDF, 300,00 KB]